Gievenbeck

Fr., 08.01.2010

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Eintauchen in mystische Realität

Das „Dreikönigsspiel“ der Waldorf-Elternschaft ist mittlerweile zur Tradition geworden.Foto: (sib)
Von Lea Sibbel

Münster-Gievenbeck - „Wir sind in eine mystische Realitätsebene eingetaucht, und das hat uns eng zusammengeführt“, zog Regisseur Hilmar Röder ein positives Fazit von der Arbeit am „Dreikönigsspiel“.

Seit vielen Jahren ist es an der Waldorfschule nunmehr Tradition, das Theaterstück um die Geschichte der heiligen drei Könige aufzuführen. Rund 20 engagierte Eltern schlüpfen dafür in verschiedene Rollen, um die Konfrontation zwischen Gut und Böse, zwischen der „Geburt der geistlichen Welt und der materiell verhafteten Welt des Herodes“ darzustellen, so Röder. Er war im vorigen Jahr kurzfristig als Regisseur eingesprungen. Damals hatte er begonnen, die bisherige Vorgehensweise der Laienschauspieler zu verändern. „Ich habe ihnen gezeigt, dass sie Bilder produzieren müssen, die durch sie durchscheinen.“

Röder hat in Hamburg an der Schauspielschule gelernt und war anschließend als Schauspieler beschäftigt. Parallel arbeitete er an ersten eigenen Inszenierungen und kam als Regisseur auch nach Münster, wo er mit seiner Familie schließlich sesshaft wurde. Seine zwei Kinder sind Schüler der Waldorfschule, und so musste er nicht lange überredet werden, mit der Elternschaft theatertechnisch aktiv zu werden.

Im Oktober begannen die Proben für das gut einstündige Stück, das Röder den „christlichen Ritenspielen“ zuordnete. Eltern, auch von ehemaligen Schülern, und Bekannte bereiteten sich seitdem auf ihren Ausflug in die Schauspielerei vor. Unterstützt wurden sie in diesem Jahr von einem Chor, der sich aus der Elternschaft herausgebildet hatte. Die Gesangspädagogin Elke Schönfeld-Terhaar hatte die musikalische Leitung übernommen.

„Ich bin höchst zufrieden mit dem, was wir zustande gebracht haben“, erklärte Röder. Wer die Premiere am Mittwochabend verpasst hat, hat am heutigen Samstag noch eine Chance, das Stück zu erleben. Um 19 Uhr wird es ein weiteres Mal in der Waldorfschule in Gievenbeck aufgeführt.


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