Schlägerei vor der Musikstunde
So., 19.02.2012
Schüler des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums präsentierten einen bunten Kultur-Mix in der Aula
Theaterszene des Spanisch-Leistungskurses: Kontrastreiche Darbietungen bescherten die „Bunten Steinsplitter“ des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums in Hülle und Fülle.
Münster-Gievenbeck -
Emilie Salzig singt wie die verstorbenen Soulsängerin Amy Winehouse („Valerie“) – wenig später präsentiert sich die Ausnahmepianistin Sonja Kowollik mit einem Chopin-Stück: „Kontraste“ – das zugkräftige Motto der „Bunten Steinsplitter“ entfaltete über zweieinhalb Stunden Wirkung in der vollen Aula des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums.
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280 Schüler präsentierten mit Unterstützung einiger Lehrkräfte einen bunten Kultur-Mix. Sie zeigten eine mehr als kontrastreiche Revue aus Theater, Tanz und Musik, angefangen von überdimensionalen Schülerporträts eines nostalgisch anmutenden Fotoalbums, das sich auf der Bühnenleinwand öffnet, bis zum tänzerischen Finale „Broadway meets HipHop“ als Schlusspunkt des 20-teiligen Programms. Zwischendurch werden gegensätzliche Genres im Minutentakt mit Einsatzfreude präsentiert. Charmant wie nonchalant teilten sich Sarah Elbataioui, Julie Lüpkes und Nils Hohenhövel mit dem Lehrer-Duo Peter Balint und Mechthild Klockenbusch – sie trug passend zur Jahreszeit eine venezianische Karnevalsmaske – die Moderation. „Meine Eltern hatten damals gemerkt, dass ich Unterricht brauche“, erzählte die erst zehnjährige Sonja Kowollik dem staunenden Publikum. Weitere Glanzlichter bescherten die Big Band, Siebtklässler eines Lateinkurses, die in einer deutsch-lateinischen Szene antiken Stoff („Dido und Aeneas“) mit Jugendsprache verfeinerten, und Schüler des Spanisch-Leistungskurses: Beeindruckend war der gespielte Auszug aus einem Werk Frederico Garcia Lorcas („La Casa de Bernarda Alba“), als die Töchter gegen die von der Mutter wegen des verstorbenen Familienoberhauptes verhängte achtjährige Trauer rebellieren. Von kontrastreicher Regie zeugten neben Tanzeinlagen der AGs („Ballett meets Hiphop“, „More“) auch die Musikdarbietungen. In klassischem Gesangsstil präsentierte Judith Laackman, von Marie van Eck am Klavier begleitet, den Popsong „You raise me up“. Das Kammerorchester (Filmmusik-Ouvertüre „Das fliegende Klassenzimmer“) und ein Klassik-Trio aus Annegret Kelsch (Klavier), Yoonseo Park (Violine) und Jaeha Park (Cello) setzten weitere Akzente. „Einen ganz normalen Schulalltag der 7e“ bescherte selbige Klasse in der so betitelten Performance. Kontrastreicher ging es kaum: Einer Pausenhofschlägerei folgte eine aus den Fugen geratenen Musikstunde, die zudem musikalisch kunstvoll begleitet wurde. Das Publikum sparte nicht mit Beifall.
