Mi., 26.06.2013

Münster: Freiherr-vom-Stein-Gymnasium verabschiedet Doppeljahrgang 179 „grüne“ Abiturienten feiern

179 Abiturienten hat das „grüne“ Freiherr-vom-Stein-Gymnasium verabschiedet: 82 von ihnen hatten die Schule noch neun Jahre besucht, die übrigen 97 ihr Abitur nach acht Jahren abgelegt. Der Abiball fand in der Halle Münsterland statt.

179 Abiturienten hat das „grüne“ Freiherr-vom-Stein-Gymnasium verabschiedet: 82 von ihnen hatten die Schule noch neun Jahre besucht, die übrigen 97 ihr Abitur nach acht Jahren abgelegt. Der Abiball fand in der Halle Münsterland statt. Foto:

Münster-Gievenbeck - 

So viele Abiturienten, wie nie zuvor, verabschiedete jetzt das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium: 179 Köpfe zählte der Doppeljahrgang – zu viele für nur einen Festakt in der Schulaula.

Von Markus Kampmann

Doppelter Abiturjahrgang hin oder her: Einen Abschied im Schnelldurchlauf wollte das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium nicht. Im Gegenteil: Die Feier sollte trotz der vielen Absolventen einen besonders festlichen Rahmen erhalten, erklärt Schulleiterin Karin Park-Luikenga, „gerade weil es etwas Besonderes war, den Doppeljahrgang zu verabschieden“. Und dieses Ziel sei, nicht zuletzt durch das Engagement der Abiturienten selbst, gelungen, resümierte sie: „Das war insgesamt eine sehr schöne Sache.“

Um für die Zeugnisübergabe genügend Zeit zu haben, wurde der ökumenische Gottesdienst mit den Pfarrern Dr. Christian Schmitt und Dr. Dirk Dütemeyer in der St.-Pantaleon-Kirche eigens einen Tag vorverlegt. Die Schüler selbst hatten ihn maßgeblich gestaltet.

Die Abschlussfeier inklusive Zeugnisübergabe in der Schulaula verlief tags darauf zweigeteilt: Zuerst waren die 82 G9-er an der Reihe, dann die 97 G8-er, und dazwischen kamen alle bei einem Sektempfang und für ein Foto zusammen. Musikalisch umrahmten Schüler die beiden Festakte.

Für einen gemeinsamen Festakt wäre die Aula zu klein gewesen, erläuterte Holger Leeuw, der stellvertretende Schulleiter. Immerhin kamen zusammen rund 850 Schüler, Eltern und Verwandte. Die Aula fasse maximal rund 450 Personen.

Den Absolventen gaben Karin Park-Luikenga und Holger Leeuw mit auf den Weg, dass sie mit dem Abitur einen Türöffner für die weitere Lebensplanung erworben haben. „Gehen Sie unbeschwert und wissbegierig durch die geöffneten Türen“, appellierten sie. Sie zeigten sich angesichts der hervorragenden Durchschnittsnoten der Abiturienten und ihrer gereiften Sozialkompetenz überzeugt, dass die Absolventen in den Jahren am Stein-Gymnasium „das nötige Rüstzeug für die neuen Herausforderungen erworben haben“.

Apropos Leistungen: Die hätten sich bei den G8-ern und G9-ern nicht unterschieden, betonte die Schulleiterin, die mit dem Niveau insgesamt sehr zufrieden ist. „Die Befürchtungen, die im Vorfeld insbesondere von G8-Eltern geäußert wurden, haben sich nicht bewahrheitet“, zog sie ein positives Fazit.

Den Glückwünschen in der festlich geschmückten Aula – die Schüler selbst hatten den Blumenschmuck gemacht – schlossen sich die jeweiligen Jahrgangsstufenleiter an: bei der letzten G9 Dr. Maria Pohl und Matthias Stüper, bei der ersten G8 Sabine Herbst und Marin Kudla. Gemeinsam war ihren Reden, dass sie das Motto der Abiturientia, „Bündnis 12/13 – die Grünen“, aufgriffen und betonten, dass beide Jahrgänge tatsächlich zusammengewachsen seien.

Teils sehr humorvoll verabschiedeten sich auch die jeweiligen Stufensprecher, die auch maßgeblich bei der Organisation mitgewirkt hatten, von ihren Lehrern und der Schule. Für die G9 sprachen Tom Lucas und Maren Meyer, für die G8 Nils Hohenhövel und Shaghayegh Kazemloo. Letztere stellten fest, dass „wir etwas Besonderes sind: der berühmt berüchtigte Doppeljahrgang“. Für den würden ja sogar Unis ausgebaut. Ihr ganz eigenes Resümee: „Wir sind das Ergebnis einer von Chaos und Regierungswechsel bestimmten Bildungspolitik in Deutschland.“

Dem Doppeljahrgang war am Abend eine weitere Premiere geschuldet: Erstmals fand der Abiturball in der Halle Münsterland statt. Über 1000 Teilnehmer, Abiturienten, Lehrer und Verwandte, feierten den Abschluss der zwölf- beziehungsweise 13-jährigen Schulzeit. Ebenfalls ein sehr schönes Fest, verriet Schulleiterin Karin Park-Luikenga: „Die große Tanzfläche wurde reichlich genutzt – bis morgens um halb vier.“

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