Mi., 17.06.2015

Internationale Fahrradwerkstatt Freunde finden beim Schrauben

Die „Internationale Fahrradwerkstatt“ wurde durch die Unterstützer sowie Mitarbeiter eröffnet.

Die „Internationale Fahrradwerkstatt“ wurde durch die Unterstützer sowie Mitarbeiter eröffnet. Foto: kbö

Münster-Gievenbeck - 

Mobilität ist Trumpf: Flüchtlinge haben künftig in der neuen „Internationalen Fahrradwerkstatt“ die Möglichkeit, ein Fahrrad auf Vordermann zu bringen, um es anschließend auch nutzen zu können.

Von Kay Böckling

Sie ist alles andere als eine übliche Fahrradwerkstatt . Natürlich werden in den beiden Garagen am Muckermannweg Drahtesel repariert und auf Vordermann gebracht. Aber die Initiatoren der neuen „Internationalen Fahrradwerkstatt“ wollen einen Treffpunkt etablieren, einen Ort der Begegnung schaffen und somit auch den Begriff der gelebten Integration umsetzen. Unter dem Motto „Willkommen in Münster“ wurde die „Internationale Fahrradwerkstatt“ nun offiziell eröffnet. Flüchtlinge haben dort die Gelegenheit, gespendete Räder flott zu machen, um sie dann auch nutzen zu können.

Bereits seit einigen Wochen ist die Fahrradwerkstatt einmal in der Woche geöffnet. „Und sie stößt bereits nach kurzer Zeit auf reges Interesse“, weiß Claudia Königsdorf , die zu einer Gruppe Ehrenamtlicher gehört, die das Projekt angestoßen und umgesetzt haben. Erwachsene wie Kinder nutzten gleichermaßen die Gelegenheit, ihre Fahrräder zu pflegen oder zu reparieren. Ein Team von Freiwilligen unter der Leitung von Bernd Brixius unterstützt und hilft beim Schrauben und Reparieren.

„Es handelt sich also nicht um eine Werkstatt im herkömmlichen Sinne“, sagt Königsdorf. „Hier kann man nicht sein Fahrrad abgeben und gegen Bezahlung reparieren lassen.“ In der „Internationalen Fahrradwerkstatt“ könnten die Menschen ihre Fahrräder selbst zusammenbauen und reparieren. „Beim gemeinsamen Schrauben an den Rädern entstehen Kontakte“, sagt auch Bernd Brixius. „Insofern ist die Fahrradwerkstatt auch ein Ort der Begegnung, an dem Menschen aus dem Stadtteil sich kennenlernen und gemeinsame Aktionen planen können.“

Die Fahrräder sind zwar gespendet, dennoch fielen und fallen Kosten an. So mussten die Organisatoren entsprechendes Werkzeug anschaffen und auch Ersatzteile finanzieren. Daher freuten sich die Initiatoren über die Unterstützung der Rolf-Dierichs-Stiftung sowie des Europäischen Forums für Entwicklung ( EFE ), die 3500 Euro für die Einrichtung und die Grundausstattung an Werkzeugen zur Verfügung stellten. Nur so habe man am Muckermannweg die Idee der „Internationalen Fahrradwerkstatt“ verwirklichen können.

Zu den Gratulanten bei der offiziellen Eröffnung zählten neben Vertretern des städtischen Sozialamts und der ehrenamtlichen Mitarbeiter auch der Bezirksbeamte Dietmar Ewen sowie Reni Kushtilova vom EFE. Wer das Projekt unterstützen möchte, kann sich an Bernd Brixius unter ✆ 162 08 56 wenden.

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