Mo., 06.02.2017

Integration Die Geschichten hinter den Gesichtern

Möchten die Fotos aus der Flüchtlingseinrichtung am Muckermannweg bald der Öffentlichkeit präsentieren (v.l.): Melanie Kerkeling-Inhestern, Jördis Greve und Mojgan Servati.

Möchten die Fotos aus der Flüchtlingseinrichtung am Muckermannweg bald der Öffentlichkeit präsentieren (v.l.): Melanie Kerkeling-Inhestern, Jördis Greve und Mojgan Servati. Foto: Claus Röttig

Münster-Gievenbeck - 

In Kooperation mit den Flüchtlingen aus der Unterkunft am Muckermannweg haben sich Sozialarbeiter mit der Integration befasst. Dabei helfen soll auch ein Fotoprojekt – die Bilder sollen schon bald zu sehen sein.

Von Claus Röttig

Wenn man in die Gesichter schaut, kann man kaum erahnen, welche Geschichten sich dahinter verbergen: Die Flüchtlingseinrichtung an der Ecke Von-Esmarch-Straße / Muckermannweg hat sich mit einem Fotoprojekt genau diese Frage gestellt – und sich weiterhin in Kooperation mit den Flüchtlingen überlegt, wie Integration gelingen kann.

„Dazu gehört auch die Frage nach dem eigenen Bewusstsein und die Reflexion der eigenen Ziele”, erklärte Sozialarbeiterin Melanie Kerkeling-Inhestern vom Sozialdienst für Flüchtlinge der Stadt. In Kooperation mit den Studentinnen der Sozialen Arbeit, Mojgan Servati und Jördis Greve , die in der Flüchtlingseinrichtung ihr Praxissemester absolvieren, sollte den Flüchtlingen die Möglichkeit gegeben werden, sich und die Inte-gration in Deutschland aktiv nach vorn zu bringen.

„Es soll mit den Fotos, die in einem der Häuser ausgestellt sind, auch die persönliche Entwicklung gefördert werden”, so die Sozialarbeiterin. Einmal wöchentlich hätten sich die beiden Studentinnen mit einer Gruppe von rund zehn jungen Teilnehmern getroffen. „Dabei war der geschützte Rahmen der Einrichtung besonders wichtig.”

Zu den Aufgaben gehörten unter anderem auch Zeichnen, Speckstein bearbeiten und eben das Fotoprojekt unter der Leitung des Fotografen Peter Lessmann. „Wir haben uns schon zu Beginn die Frage gestellt, wie wir den Flüchtlingen bei der Integration behilflich sein können”, so Greve. Man wolle eine Brücke bauen von der Parallelgesellschaft zu der Gesellschaft in Münster. Greve meint: „Ich denke, dass uns das auch gelungen ist.“

Noch werden die Fotos nicht der Öffentlichkeit präsentiert. „Aber das soll sich bald ändern”, so Kerkeling-Inhestern. Man warte noch darauf, das die Freigabe von allen Teilnehmern vorliege. „Das werden wir aber noch mitteilen, denn wir haben die tolle Erfahrung gemacht, dass sich die Menschen aus dem Stadtteil ebenfalls sehr interessieren”, erklärte Sozialarbeiterin Melanie Kerkeling-Inhestern.

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