Mo., 10.04.2017

Symposium zum Auftakt Weniger Stress dank Haustier

Die Referenten des Symposiums (v.l.): Bärbel Wartenberg-Potter (Kuratoriumsvorsitzende des ITZ), Prof. Dr. Chadi Touma, Hans Scholten (Leiter des Raphaelhaus Dormagen), Dr. Rainer Hagencord (Leiter des ITZ) und Doktorandin Asmaa El Maaroufi

Die Referenten des Symposiums (v.l.): Bärbel Wartenberg-Potter (Kuratoriumsvorsitzende des ITZ), Prof. Dr. Chadi Touma, Hans Scholten (Leiter des Raphaelhaus Dormagen), Dr. Rainer Hagencord (Leiter des ITZ) und Doktorandin Asmaa El Maaroufi Foto: Annegret Lingemann

Münster-Gievenbeck - 

Gemeinsame Bildungsangebote sind das Ziel: Das Haus Mariengrund und das Institut für Theologische Zoologie haben sich für eine Kooperation entschieden.

Haus Mariengrund ist neuerdings der Sitz des Instituts für Theologische Zoologie (ITZ). Das Institut gehört zur Philosophisch-Theologischen Hochschule in Münster. Schwester Juttamaria Siewering, Leiterin des spirituellen Zentrums am Nünningweg, begrüßte die Teilnehmer der ersten Veranstaltung mit dem neuen Kooperationspartner und hoffte, dass die Arbeit beider Institutionen fruchten möge.

Das „Symposium zum Mensch-Tier-Verhältnis“, so lautete die erste Veranstaltung, hatte etwa 100 Teilnehmer angelockt. Es gab vier Vorträge, danach wurden der Garten und die Eselweide in Augenschein genommen und im Anschluss wurde diskutiert.

Stücke aus „Carneval der Tiere“ von Saint Saëns, gespielt von der Oboistin Stefanie Bloch, stimmten die Teilnehmer ein, bevor Dr. Rainer Hagencord das Symposium mit einem Zitat von Elias Canetti eröffnete und damit den Grundtenor anstimmte: „Mit zunehmender Erkenntnis werden die Tiere den Menschen immer näher sein. Wenn sie dann wieder so nahe sind, wie in den älteren Mythen, wird es kaum Tiere mehr geben.“

Auch Bärbel Wartenberg-Potter sah den derzeitigen Umgang mit Tieren kritisch. Sie fordert ein Umdenken, bei dem der Wert von Tieren nicht aus dem Nutzen für die Menschen abgeleitet wird. Tiere gebe es weit länger als Menschen, Demut vor der Schöpfung sei angebracht: „Wir müssen das Heilige in unserer Mitwelt wieder entdecken.“

Die muslimische Theologin Asmaa El Maaroufi trug vor, dass im Koran jedes Lebewesen von Gott anerkannt sei und der Mensch nur als Sachverwalter für die Schöpfung angesehen werde. Hans Scholten leitet ein Jugendhilfezentrum in Dormagen und hält seine Kamele, Lamas, Hunde und Pferde – weil gänzlich unvoreingenommen – für seine wichtigsten „Mitarbeiter“. Das Verhältnis zwischen Mensch und Haustier aus verhaltensbiologischer Sicht beleuchtete Prof. Dr. Chadi Touma von Universität Osnabrück. Nachweislich haben Interaktionen zwischen Mensch und Tier für Menschen einen messbaren positiven Einfluss, so der Professor. Sie wirken vor allem stressmindernd auf den Menschen.

Das Haus Mariengrund und das Institut wollen in Zukunft gemeinsame Bildungsveranstaltungen anbieten. Im Mittelpunkt steht dabei meist die Natur.

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