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So., 28.02.2016

Musical-Aufführung des Hittorf-Gymnasiums Rock´n´Roll in der verträumten Provinz

Während Hauptakteur „Chad“ (Johanna Bruning, M.) mit den Erwachsenen ganz schön zu kämpfen hat, kann er bei den Jugendlichen mit seinem flottem Mundwerk punkten.

Während Hauptakteur „Chad“ (Johanna Bruning, M.) mit den Erwachsenen ganz schön zu kämpfen hat, kann er bei den Jugendlichen mit seinem flottem Mundwerk punkten. Foto: sn

Münster-Gievenbeck - 

Schon in der Pause gab es tosenden Applaus: 80 Schülerinnen und Schüler des Hittorf-Gymnasium führten im Saal der Gievenbecker Waldorfschule das Musical „All shook up“ auf. Das Publikum war begeistert.

Von Siegmund Natschke

Eineinhalb Jahre Proben lagen hinter den Schülern des Wilhelm-Hittorf-Gymnasiums, gleichwohl war unmittelbar vor der Premiere doch noch ein wenig Anspannung zu spüren: „All shook up“ brachten die Pennäler am Wochenende auf die Bühne des Waldorfsaals, ein Musical geschrieben vom amerikanischen Bühnenautor Joe Dipietro. Der ist bekannt dafür, Shakespeare in seinen Stücken zu verarbeiten, zeichnet allerdings auch für eine amerikanische Version des deutschen Films „Männer“ von Doris Dörrie verantwortlich.

Die Handlung spielt natürlich in den 50er-Jahren, in einer amerikanischen Kleinstadt, in der die Hauptfigur „Chad“ für einigen Wirbel sorgt. Macht er doch den Eindruck eines Herumtreibers, und vor allem: Er bringt den Rock ‘n´ Roll in die verträumte Provinz. Das bringt die Erwachsenwelt ziemlich durcheinander: Als ersten Song gibt es bezeichnenderweise dann auch den bekannten Elvis-Klassiker „Jailhouse Rock“.

Das Musical begeisterte schnell. Schon nach der ersten Hälfte gab es tosenden Applaus, so dass Lehrerin Silja Unnerstall, die zusammen mit ihrer Kollegin Pia Westerheider die Aufführung inszenierte, klarstellen musste: „Das ist erst die Pause!“ Durchweg zufrieden war sie mit ihren Schützlingen: „Der Zusammenhalt in der Gruppe war toll, jeder war motiviert.“ Und wenn jetzt noch etwas schiefgehe, dann wäre das auch gar nicht so schlimm.

80 Schülerinnen und Schüler von der fünften bis zur zwölften Klasse mischten mit. Auch die Band wurde von den Gymnasiasten gestellt, wobei es schon ein Erlebnis war, Rock ‘n´ Roll-Klassiker auch einmal mit Oboen- und Querflöten-Begleitung zu hören.

Keine Premiere, aber immer noch neu ist die Zusammenarbeit mit der Waldorfschule. Eigentlich habe das Hittorf-Gymnasium ja einen eigenen Aufführungsort verdient, meinte dessen stellvertretender Leiter Dirk Heinemann, aber die Kooperation mit der Waldorfschule sei gut: „Wunderbar, dass es so etwas gibt.“ Bei den Proben konnten die Waldorfschüler schon mal zugucken, bei der Premiere klatschten sie mit. Beim Musical, das Rock ‘n´ Roll und Shakespeare zugleich war: Die Handlung basiert nämlich auf dem Klassiker „Was ihr wollt“ aus dem Jahre 1601.

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