Mo., 07.03.2016

Ehemalige Oxford-Kaserne Neues Konzept bietet Platz für 1100 Wohnungen

Auch die ehemaligen Truppen-Unterkünfte der Oxford-Kaserne könnten nach entsprechendem Umbau als Wohnflächen nutzbar sein.

Auch die ehemaligen Truppen-Unterkünfte der Oxford-Kaserne könnten nach entsprechendem Umbau als Wohnflächen nutzbar sein. Foto: kbö

Münster-Gievenbeck - 

Die Stadt Münster wächst und mit ihr auch der Bedarf an neuem Wohnraum. Diesem steigenden Bedarf trägt das überarbeitete Konzept zur Entwicklung der Oxford-Kaserne an der Roxeler Straße Rechnung.

Von Kay Böckling

Anstatt wie zu Beginn der Planungen mit 800 neuen Wohnungen auf dem ehemalig militärisch genutzten Areal zu kalkulieren, könnten dort nun rund 1100 zusätzliche Wohneinheiten entstehen. Diese Zahlen erfuhren die Mitglieder des Planungsausschusses in ihrer jüngsten Sitzung.

Mit dem Abzug der britischen Streitkräfte bot sich der Stadt Münster die Chance, auf dem Gelände der Oxford-Kaserne ein neues Quartier zum Wohnen und Arbeiten zu entwickeln. Nach einem Bürgerworkshop standen die Wünsche der Öffentlichkeit fest, die zum Teil in die Ausschreibungen eines städtebaulichen Wettbewerbs einflossen. Das „Team OXF“ um den Berliner Architekten Francis Kéré ging als Sieger dieses Wettbewerbs hervor, die Planungen bedurften allerdings einer Überarbeitung. Die stellte jetzt Landschaftsarchitekt Timo Hermann den Kommunalpolitikern des Planungsausschusses sowie der Bezirksvertretung Münster-West vor.

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Auf dem Weg zum neuen Oxford-Quartier“ ist der Titel einer Bürgerinformation, zu der die Stadt Münster einlädt. Beginn ist am 7. April um 18.30 Uhr im Stein-Gymnasium (Dieckmannstraße). Dort werden die Pläne vorgestellt.

Bereits die Luftbild-Skizze verdeutlichte eine größere Verdichtung der Gebäude in allen Bereichen. Zudem erfuhr das Areal eine deutliche Aufwertung an Sport- und Freizeitflächen, etwa durch einen neuem Sportplatz im nördlichen Bereich. „Die zusätzlichen Wohnflächen entstanden durch die Aufstockung der Geschosszahlen bei den Neubauten“, erklärte Timo Hermann, der auch auf die enorme Bedeutung des ehemaligen Exerzierplatzes im künftigen Zentrum des neuen Quartiers einging. Der Charakter dieses Platzes solle zwar erhalten bleiben, dennoch aber durch Neubebauung ergänzt werden. Wasserspiele sollten die Aufenthaltsqualität steigern, den Baumbestand gelte es zu erhalten.

Die denkmalgeschützten ehemaligen Truppenunterkünfte könnten in ihrer äußeren Form bestehen bleiben und seien nach dem Umbau als Mehrfamilienhäuser nutzbar. Auch die ehemaligen Fahrzeug- und Werkhallen – von Hermann als „experimentelle Hülle“ bezeichnet – könnten nach der Umgestaltung für alternative Wohnformen sowie eventuell auch als Kita genutzt werden.

Die Erschließung des Areals erfolgt nach dem Vorstellungen der Planer über die Roxeler Straße, die Dieckmannstraße sowie den Arnheimweg. Auch Busse sollen dort fahren, die Haltestelle befindet sich am Exerzierplatz.

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