Fr., 05.05.2017

Infos zu Oxford-Planungen Im Jahr 2018 soll es losgehen

Mit dem aktuellen Planungsstand der Oxford-Kaserne beschäftigte sich am Donnerstagabend die Bezirksvertretung Münster-West.

Mit dem aktuellen Planungsstand der Oxford-Kaserne beschäftigte sich am Donnerstagabend die Bezirksvertretung Münster-West. Foto: kbö

Münster-Gievenbeck - 

Sie war die Mutter aller Fragen an diesem Abend, als es in der Bezirksvertretung Münster-West um den aktuellen Planungsstand für die Oxford-Kaserne ging: Wann ist mit den Ergebnissen des Verkehrswertgutachtens zu rechnen, an denen sich die Grundstücksverhandlungen der Stadt Münster mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) orientieren.

Von Kay Böckling

Gerd Franke vom städtischen Planungsamt konnte da kein fixes Datum nennen: „Ich würde mir wünschen, wenn es Mitte dieses Jahres soweit ist.“ Anschließend könne der Vertag zwischen der Stadt und der Bima ausgehandelt werden. Mit dem Baubeginn – der Erschließung und Bebauung im nördlichen Bereich – sei dann ab dem Jahr 2018 zu rechnen.

Franke ging zunächst noch einmal zurück zu den Planungs-Anfängen, die mit der Ankündigung des Rückzugs der Briten begannen. Die Streitkräfte zogen sich demnach im November 2013 zurück. Keine zehn Tage später startete der sogenannte „Leitbild-Entwicklungs-Prozess“. Das „Destillat“ der Planungen und Gespräche: Das neue Quartier soll dem Wohnen, dem Leben und dem Arbeiten dienen.

Natürlich durfte auch ein Rückblick auf den städtebaulichen Wettbewerb sowie die verschiedenen Bürger-Workshops nicht fehlen. Franke erläuterte die Ergebnisse und Besonderheiten des Siegerentwurfs der Architektenwettbewerbs. Zudem stellte er die Gebäude vor, die es in die Denkmalliste der Stadt geschafft haben und somit zu erhalten sind.

Das seien vor allem die Mannschaftsgebäude, das Uhrenturm-Gebäude, die Turnhalle, die Wache und die Kantine. „Auch der Exerzierplatz, die Pflasterung und sogar die Mauer, die das Kasernengelände einschließt, gehören zum Denkmalwert der Anlage“, führte Franke aus.

Insgesamt 1200 Wohneinheiten sind auf dem Areal vorgesehen, wobei laut Franke die rechnerische Durchschnittsgröße pro Wohnung 100 Quadratmeter beträgt. Neben dem Erhalt der denkmalgeschützten Gebäude biete das Quartier umfangreiche Möglichkeiten für ergänzende Neubauten.

Und wie sieht der weitere Fahrplan aus? Bis zum 10. Mai liegt die vorgesehene Änderung des Flächennutzungsplans aus. Die Vorlage zum abschließenden politischen Beschluss soll noch vor den Sommerferien fertig sein. Ähnlich sieht es mit dem Bebauungsplan aus, der nach seiner Fertigstellung ebenfalls offen zur Einsicht ausliegen wird, voraussichtlich noch in den Sommerferien.

Nach der Offenlegung des Bebauungsplans soll dieser bis Ende des Jahres – nach Sichtung und Bearbeitung der Stellungnahmen und Anregungen – vom Rat beschlossen werden. Franke: „Sofern der Kaufvertrag über die Liegenschaften abgeschlossen ist, kann der Bebauungsplan sein Recht entfalten.“

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