Do., 09.11.2017

Wurzelkinder Der Garten ist der Gruppenraum

Die „Wurzelkinder“ unter der Leitung von Svenja Heinen (r.) und Christiane Kawon (kniend) freuen sich, dass die Umwandlung von der Großtagespflege zur Kita über die Bühne gegangen ist. Der Betrieb läuft.

Die „Wurzelkinder“ unter der Leitung von Svenja Heinen (r.) und Christiane Kawon (kniend) freuen sich, dass die Umwandlung von der Großtagespflege zur Kita über die Bühne gegangen ist. Der Betrieb läuft. Foto: kbö

Münster-Gievenbeck - 

Ein neues Klettergerüst lädt zum Toben ein, der Pavillon in Holzbauweise bietet auch bei Regen die Möglichkeit, an der frischen Luft zu frühstücken – es hat sich einiges getan im Garten von Haus Mariengrund. Dort haben die „Wurzelkinder“ seit einigen Jahren ihr Zuhause.

Von Kay Böckling

Die beiden Hauptverantwortlichen, Christiane Kawon und Svenja Heinen, haben sich nun einen Wunsch erfüllt: Der Wandel von der Großtagespflege zum Natur- und Waldkindergarten ist vollzogen, der Betrieb läuft.

Um den Anforderungen einer Kita gerecht zu werden, waren einige Maßnahmen notwendig. So musste das Spielareal, das die Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren täglich nutzen, eingezäunt werden. So sehen es die gesetzlichen Vorgaben vor.

Zudem mussten zusätzliche Räume zur Verfügung stehen. Dazu gehören kindgerechte Sanitäranlagen ebenso wie Gruppen-und Differenzierungsräume. Eine Kooperation mit der katholischen Bildungseinrichtung Haus Mariengrund schaffte die Grundlage für die Umwidmung zur Kita.

Träger der Kita ist eine gleichnamige Elterninitiative, die auch die ehemalige Großtagespflege verantwortete. Neben der Anzahl der Kinder (sie ist von acht auf derzeit 17 Kinder angewachsen) hat sich auch die Zahl der Betreuer verdoppelt. Neben Christiane Kawon und Svenja Heinen, die auch weiter die Federführung inne haben, gibt es zwei weitere Betreuer.

„Unseres Wissens nach sind wir bundesweit die erste reine Natur- und Gartenkita“, sagt Christiane Kawon. Die Kinder sollen soviel wie möglich an der frischen Luft sein. Regelmäßige Besuche im Wald gehören ebenso zum festen Programm wie etwa ein Spaziergang zum benachbarten Bauernhof, um die dort lebenden Tiere hautnah zu erleben. „Wir würden uns aber durchaus auch noch andere Kooperationspartner im Stadtteil wünschen“, sagt Svenja Heinen.

Die Gründung der Großtagespflege, die im Jahr 2014 aus einer Spielgruppe hervorging, war das Sprungbrett zur neuen Kita. Die Gründe, eine Kita zu gründen, formulierte Svenja Heinen seinerzeit so: „Es war schon immer das Problem, dass die Kinder und die Eltern eigentlich gerne bleiben wollten, uns aber mit dem Eintritt ins Kindergartenalter verlassen mussten. Der Abschiedsschmerz war immer schlimm – auf beiden Seiten.“

Nun ist der finale Schritt getan. Insgesamt 20 Betreuungsplätze hat die Kita. Eine Anmeldung ist über den städtischen Kita-Navigator möglich. Weitere Informationen auch über das Konzept gibt es im Internet.

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