KG Soffie von Gievenbeck
Ralf Albert in Amt und Würden

Münster-Gievenbeck -

Die Soffie-Narren haben einen neuen Ehrensenator: Nach harter Prüfung beim traditionellen Bakengericht wurde der Kandidat in die oberste Reihe der Gievenbecker Karnevalisten aufgenommen.

Sonntag, 26.11.2017, 19:11 Uhr

Mit dem Fahrrad musste Ehrensenator-Anwärter Ralf Albert auf Anordnung des Gerichts durch den Saal düsen, um seine Tauglichkeit für den hohen Posten unter Beweis zu stellen.
Mit dem Fahrrad musste Ehrensenator-Anwärter Ralf Albert auf Anordnung des Gerichts durch den Saal düsen, um seine Tauglichkeit für den hohen Posten unter Beweis zu stellen. Foto: cro

Die Vorwürfe wogen schwer, die Soffie von Gievenbeck erhob: Eigentlich sollte Ralf Albert in den Stand eines Ehrensenators der Karnevalsgesellschaft erhoben werden. Aber Soffie hatte gewaltig etwas dagegen. Kein Wunder also, dass die Karnevalsgesellschaft kurzerhand das 36. Bakengericht einberufen musste, um über die Würdigkeit des Kandidaten zu befinden.

„Mal ganz abgesehen davon, dass der Kandidat an vorzeitiger Demenz leidet und eine Gefahr für die Sitten des Ehrensenats darstellt: Er ist noch nicht einmal trinkfest”, lauteten die Anklagepunkte.

Rechtsbeistand Uwe Peppenhorst hingegen trat sehr überzeugend an, um Soffie den Wind aus den Segeln zu nehmen. Doch das mit der angeblichen Demenz aus der Welt zu schaffen gestaltete sich bereits als schwierig. Denn der Ehrensenator in spe hatte das Datum des Hochzeitstags, genauer seiner Silberhochzeit, nicht mehr so ganz genau im Kopf. Kurzerhand wurde der Termin vorverlegt – in den Augen von Peppenhorst nur ein Zeichen von weitsichtigem Denken, um bereits ein Geschenk parat zu haben.

Und warum der Beklagte so manches Mal nicht mit seiner Jacke nach Hause kam, sondern mit einer Damenjacke, war auch sonnenklar: „Es war die letzte an der Garderobe.” Sofort wurde Albert einem Test unterzogen, bei dem er seine Jacke erkennen musste, was das Hohe Gericht unter dem Vorsitz von Ehrensenatspräsident Hein Mecklenborg und den Beisitzerinnen Ingrid Voss und Vize-Senatspräsidentin Gaby Rensing überzeugte.

So langsam gingen dann Soffie alias Candy Hestert und Tönne alias Florian Hestert die Argumente aus. Denn die Trinkfestigkeit, die durch einen Sturz des Beklagten in einen Graben nach durchzechter Nacht in Frage gestellt wurde, konnte schnell überprüft werden. Auch dass Albert, der eigentlich selbstständiger Elektromeister ist, auf einem Fahrrad Runden durch den Festsaal ziehen musste, überzeugte. Kurzerhand wurde der Aspirant in den Stand des Ehrensenators aufgenommen.

Dass Albert allerdings gerichtlich dazu verdonnert wurde, Lackschuhe zu tragen, gefiel ihm ganz und gar nicht. Und das er sich auch noch einen Schuh klauen ließ, der mit Freibier ausgelöst werden musste, war sicherlich auch nicht geplant.

Neben der Gerichtssitzung hatten die Gievenbecker Narren auch ein volles Programm: Der Besuch von Stadtprinz Christian I. sowie von Stadtjugendprinzenpaar Pascal II. und Leoni I. zählte ebenso wie die Auftritte des 1. Gievenbecker Tanzkorps und der Schautanzgruppe „Stadtmädchen” zu den Höhepunkten des launigen Abends.

Anzeige
Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5314876?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F136%2F
Autofahrerin mit zwei Kindern kollidiert mit dem Wagen eines Vaters und seiner Tochter
Drei Rettungshubschrauber waren bei dem Unfall auf der B 54 in Horn im Einsatz. Ein Großaufgebot an Rettungskräften kümmerte sich um die Verletzten.
Nachrichten-Ticker