Hundebisse in Albachten und Gievenbeck
Nicht angemeldet und ohne Versicherung?

Münster-West -

Die jüngsten Beißattacken auf Frauen in Münsters Westen sorgen für Gesprächsstoff: Simone Neumann aus Coerde vermutet, dass die Halterinnen der Tiere durchaus Gründe dafür hatten, warum sie sich aus dem Staub machten, ohne sich um die Opfer zu kümmern.

Montag, 15.01.2018, 20:01 Uhr

Die Beißattacken, bei denen in den vergangenen Tagen – wie berichtet – Frauen in Albachten und Gievenbeck durch Hunde verletzt wurden, scheinen derzeit so manchen zu beunruhigen. Zumal sich die Halterinnen der vierbeinigen Übeltäter mit ihren Tieren dreist aus dem Staub machten.

Leserin Simone Neumann aus Coerde kontaktierte die Redaktion und erklärte, was der Hintergrund sein könne. Die Frau aus Münsters Norden vermutet, dass die beiden Hundehalterinnen schlicht und einfach keine Versicherung für ihre Vierbeiner hätten und die Tiere möglicherweise auch gar nicht bei der Stadt angemeldet seien. Eine Beißattacke dürfe eigentlich gar nicht passieren. Sei dies dennoch der Fall, dann müsse ein verantwortungsvoller Hundehalter stehen bleiben und die Angelegenheit regeln. Leute, die dies nicht täten, brächten sämtliche Hundehalter in Verruf.

Die Coerderin, selbst Halterin zweier Hunde, gibt der Tierrechtsorganisation PETA Recht darin, dass ein Hundeführerschein helfen könnte, Beißattacken zu vermeiden. Nichtsdestotrotz sei es auch nötig, dass die Stadt Münster in puncto Hunde bessere Kontrollen durchführe: In Coerde gebe es viele Hundehalter, deren Tiere keine Steuermarke hätten. Es gebe sogar welche, die vier Hunde hätten, ohne dass einer davon angemeldet sei. Und wer keine Steuern zahle, der zahle auch keine Versicherung. Die Stadt habe offenbar kein Personal im nötigen Maß zu kontrollieren.

Aus diesem Grunde, so Simone Neumann weiter, könne es Sinn machen, wenn Tierärzte und die Stadt Münster kooperierten: „Jeder Hund, der nicht bekannt oder nicht gechippt ist, müsste sofort gemeldet werden.“ Die Stadt könne dann die betreffenden Daten abgleichen. Und möglicherweise komme dann zusätzliches Geld in die ohnehin klamme kommunale Kasse.

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