Hinweisschilder fehlen
Weiter warten auf Tempo 30

Münster-Gievenbeck -

Warten auf Tempo 30 an sensiblen Stellen in Münsters Westen: Die gefassten plolitischen Beschlüsse konnten bislang noch nicht greifen - weil entsprechende Schilder fehlen.

Mittwoch, 17.01.2018, 15:01 Uhr

Tempo-30-Schilder hat die Stadt Münster in ausreichendem Maße auf ihrem Bauhof, wie Tiefbauamtsleiter Michael Grimm auf Anfrage sagte. Was fehle, seien die Zusatzinformationen, wie die Zeit-Beschränkung der Regelung, wie hier an der Mosaikschule in Gievenbeck.
Tempo-30-Schilder hat die Stadt Münster in ausreichendem Maße auf ihrem Bauhof, wie Tiefbauamtsleiter Michael Grimm auf Anfrage sagte. Was fehle, seien die Zusatzinformationen, wie die Zeit-Beschränkung der Regelung, wie hier an der Mosaikschule in Gievenbeck. Foto: kbö

Warten auf Tempo 30 an sensiblen Stellen in Münsters Westen: Eigentlich sollte an der Von-Esmarch-Straße (Michaelschule) und der Dieckmann­straße (vom Forum bis zur Mosaikschule) die Geschwindigkeitsreduzierung Ende des vergangenen Jahres greifen. Doch bis zur endgültigen Umsetzung wird wohl noch ein kleines Weilchen vergehen. „Es könnte bis April oder Mai dauern“, sagte Tiefbauamtsleiter Michael Grimm auf Anfrage.

Der Hintergrund: Es fehlen schlicht entsprechende Schilder. Allerdings nicht die auffälligen rot-gefassten 30-er Hinweise. Die liegen laut Grimm in ausreichender Anzahl im städtischen Bauhof vor. Vielmehr geht es um die Hinweise mit Zusatz-Informationen. Da gibt es einerseits einen Verweis auf den Grund der Regelung (beispielsweise „Senioreneinrichtung“) oder eine Zusatzinformation zur zeitlichen Begrenzung des Tempo-Limits (etwa „7-20 Uhr“).

Mit der bundesweit gültigen Änderung der Straßenverkehrsordnung ist es für Kommunen nun einfacher, Tempo-30-Regelungen auf gewissen Teilstücken auszuweisen. Das nutzten diverse politische Gremien in Münster, um eine entsprechende Umsetzung zu beschließen. Doch die Zahl der neu auszuweisenden Zonen war so enorm hoch, dass die entsprechenden Hinweis-Tafeln nicht ausreichen.

Die entsprechenden Aufträge für die nötigen Schilder gehen laut Grimm im Februar raus. Der Tiefbauamtsleiter begründet dies mit den notwendigen Ausschreibungen und der sich dadurch ergebenen Verzögerungen. Sobald die Schilder vor Ort seien, könnte man diese auch anbringen. Diese Verzögerungen beträfen im Stadtbezirk Münster-West auch eine Zone in Mecklenbeck (Dingbängerweg) und Albachten (Osthofstraße).

Die Freude bei allen Beteiligten – sowohl in der Politik als auch bei Schulen, Eltern und Lehrern sowie den Verantwortlichen von sensiblen Bereichen – war im vergangenen Jahr groß: Besagte bundesweite Anpassung der Straßenverkehrsordnung machte es möglich, dass künftig deutlich mehr Tempo-30-Regelungen im münsterischen Stadtgebiet greifen können. Musste eine Kommune in der Vergangenheit für die Ausweisung einer temporeduzierten Zone nachweisen, dass ein Sicherheitsrisiko vorliegt, soll nun generell Tempo 30 vor allen Schulen, Kitas und Senioreneinrichtungen gelten. Laut Norbert Vechtel, stellvertretender Leiter des Ordnungsamts, begrüßt die Stadt diese Regelung. Er sagt aber auch: „Die Verkehrssicherheitsprüfung war schon immer eine unserer entscheidenden Aufgaben.“ Sobald Handlungsbedarf erkannt wurde, habe die Stadt auch gehandelt.

So sehr sich die Kommunalpolitik über die neuen Regelungen freut, so macht sich nun allerdings auch ein wenig Ernüchterung breit. So wie bei der CDU in der BV-West. Deren Vorsitzender Peter Wolfgarten auf der Internet-Seite: „Wir bedauern diese Zeitverzögerung.“

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