Poetry Slam
„Wunderwerke“ im „Wunderkasten“

Münster-Gievenbeck -

„Poetry Slam“ gab es im Gievenbecker „Wunderkasten“, gleich neben den so geliebten Schmökern in den Regalen.

Sonntag, 21.01.2018, 17:01 Uhr

Sie warben um die Gunst des Publikums (v.l.): André Gordienko, Marianne Schmid-Beuermann, Sofia Stöckmann, Finley Jaydon Dao und Lavinia Unger.
Sie warben um die Gunst des Publikums (v.l.): André Gordienko, Marianne Schmid-Beuermann, Sofia Stöckmann, Finley Jaydon Dao und Lavinia Unger. Foto: sn

Samstagabends in die Buchhandlung? Mal was anderes, könnte man denken. Und es war tatsächlich mal etwas ganz anderes im Gievenbecker „Wunderkasten“. „Poetry Slam“ gab es, gleich neben den so geliebten Schmökern in den Regalen.

Es war schon die dritte Auflage dieses Lese- und Präsentier-Events. „Wir haben viel dafür geworben“, meinte Buchhändlerin Chiara Kucharski. Flyer wurden verteilt, aber es gab auch direkte Ansprache in der Buchhandlung. So war es kein Zufall, dass es schon bald proppenvoll wurde. Sieben „Slammer“ warben um die Gunst des Publikums.

Da war etwa Finley Jaydon Dao, der appellierte, sich stets eine eigene Meinung zu bilden: „Viele übernehmen einfach etwas, ohne selbst nachzudenken.“

Bei Marianne Schmid-Beuermann ging es um Angst und Einsamkeit in der jungen Generation: „Früher gab es die Familie, heute muss jeder seinen eigenen Weg finden.“ Spontan wählte Sofia Stöckmann ihre Texte. Sie hat Erfahrung im Slammen: „Wenn nur zwei oder drei Leute die Texte richtig annehmen, bin ich zufrieden“. Und: „Ich freue mich auf Reaktionen des Publikums.“ Humorvoll wurde es bei Lavinia Unger, die mit Alliteration verkündete: „Biber bauen Burgen bekanntlich beißend.“

Alle Künstler machten die Erfahrung: Die Zuschauer bissen nicht, die angekündigten „Wunderwerke“ sorgten für reges Interesse. Eine erneute Auflage ist wohl ausgemachte Sache. Sieger wurde schließlich Andi Substanz.

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