Früheres Offiziers-Casino
Baubeginn für das „Oxford-Forum“

Münster-Gievenbeck -

Während auf der einen Seite noch immer absolute Unklarheit über die Zukunft der ehemaligen Oxford-Kaserne herrscht, gibt es hinsichtlich des auf der gegenüberliegenden Seite der Roxeler Straße liegenden Offiziers-Casinos Neuigkeiten:

Freitag, 02.02.2018, 18:02 Uhr

Das ehemalige Offiziers-Casino soll noch in diesem Sommer umgebaut werden. An der Roxeler Straße entsteht dann ein Seminar- und Gästehaus des UKM. Wesentliche Teile des Haupt-Gebäudes sowie der Innenbereiche – wie der frühere Ballsaal (kl. Foto) – stehen unter Denkmalschutz und müssen erhalten bleiben.
Das ehemalige Offiziers-Casino soll noch in diesem Sommer umgebaut werden. An der Roxeler Straße entsteht dann ein Seminar- und Gästehaus des UKM. Wesentliche Teile des Haupt-Gebäudes sowie der Innenbereiche – wie der frühere Ballsaal (kl. Foto) – stehen unter Denkmalschutz und müssen erhalten bleiben. Foto: kbö/UKM

Dort steht nämlich in Kürze der Umbau zum sogenannten „Oxford-Forum“ an. Dabei handelt es sich nach Auskunft des verantwortlichen Architekten Stephan Triphaus um ein Seminar- und Gästehaus des Uniklinikums Münster (UKM).

„Wir gehen derzeit davon aus, dass wir im August oder September mit den Rückbauarbeiten beginnen – vorbehaltlich der Genehmigung, die von der Stadt Münster sowie vom Landesdenkmalamt erteilt werden sollen“, sagt Triphaus. Mit den eigentlichen Rohbauarbeiten will das UKM dann spätestens im Oktober beginnen.

Wie der Architekt bestätigt, stehen wesentliche Teile des ehemaligen Offiziers-Casinos unter Denkmalschutz: „Darunter fallen der Hauptbaukörper sowie große Innenbereiche.“ Derzeit befinde sich das UKM in einem Abstimmungsprozess mit dem Landesdenkmalamt. Das Gebäudes selbst sei aufgeführt in der Denkmalliste des Landes NRW.

Das Grundstück, auf dem die Immobilie steht, ist etwas über 6800 Quadratmeter groß, das neue „Oxford-Forum“ wird nach seinem Umbau eine Nutzfläche von 1700 Quadratmetern haben. Im Obergeschoss sollen 20 bis 22 Gästezimmer entstehen. Mit einbezogen wird das Dachgeschoss, das derzeit noch nicht ausgebaut ist: „Genutzt werden diese Räume im Wesentlichen von Seminarteilnehmern und Mitarbeitern des UKM.“

Im Erdgeschoss wird es künftig einen ausgewiesenen Seminarbereich geben. Zudem gibt es einen Speise- und einen Versorgungsbereich. Derzeit befinde man sich in Gesprächen, ob man die Immobilie noch um einen weiteren Seminarbereich erweitern kann. Vorstellbar wäre das im rückwärtig gelegenen Bereich der derzeitigen Terrasse, den man nach deren Rückbau nutzen könnte.

„Diesbezüglich sind wir aber noch in der Entscheidungsfindung.“ Derzeit könnten maximal acht Besprechungs- und Seminarräume untergebracht werden. „Wir befinden uns aber in der Abstimmung, ob nicht noch ein höherer Bedarf da ist.“

Insgesamt rechnet Stephan Triphaus mit einer Bauzeit von zwölf bis 15 Monaten. Mit der Fertigstellung wäre nach Auskunft des Architekten dann Ende 2019 oder Anfang 2020 zu rechnen.

Die Arbeiten beschränken sich dabei natürlich nicht ausschließlich auf die Immobilie. „Im rückwärtigen Bereich gab es einen Lieferhof mit alten Waschbeton-Garagen. Die werden noch in diesem Jahr zurückgebaut“, sagt Triphaus. Auch der vordere Bereich werde neu gestaltet: „Wir brauchen hier auch Stellplätze.“

Was auf jeden Fall erhalten bleibt, ist die historische Kaminanlage. Der Ballsaal mit seiner Holzverkleidung behalte ebenso seinen Charakter. Auch am äußeren Erscheinungsbild wird sich nicht viel ändern.

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