Sozialberatung in der Caritas-vor-Ort-Beratungsstelle
„Vielen sieht man Verzweiflung an“

Münster-Gievenbeck -

„Die Leute können mit ihrem Chaos gerne zu uns kommen“, sagt Margarete Bollrath: „Wir ordnen das schon.“ Die Sozialarbeiterin leitet die allgemeine Sozialberatung in der Caritas-vor-Ort-Beratungsstelle Gievenbeck. Sie hilft, wenn die Ratsuchenden nicht mehr weiter wissen. Oftmals ist die erste Aufgabe, das eigentliche Problem hinter den Problemen zu entdecken.

Donnerstag, 15.02.2018, 16:02 Uhr

Margarete Bollrath leitet die allgemeine Sozialberatung der Caritas-vor-Ort-Beratungsstelle Gievenbeck.
Margarete Bollrath leitet die allgemeine Sozialberatung der Caritas-vor-Ort-Beratungsstelle Gievenbeck. Foto: sn

Die Allgemeine Sozialberatung könne die erste Anlaufstelle bei Problemen jeglicher Art sein, erklärt Bollrath . Meistens kämen die Menschen, die Hilfe suchten, mit finanziellen Schwierigkeiten zu ihr. „Oftmals steckt noch viel mehr dahinter“, weiß die Sozialarbeiterin. Gesundheitliche Probleme etwa oder Suchterkrankungen, aber auch schwierige familiäre Verhältnisse. „Vielen sieht man ihre Verzweiflung an“, sagt Margarete Bollrath, fügt aber schnell hinzu: „Nicht nur Verzweifelte können zu uns kommen.“ Auch wer nur eine Frage hätte, sei willkommen.

Man könne sich auch einfach unverbindlich beraten lassen. So ist es oft eine Aufgabe von Bollrath, bei dem Ausfüllen von Formularen zu helfen. Der Umgang mit Behörden ist nicht für jeden immer einfach. Auch hier kann die Caritas-vor-Ort-Beratungsstelle zur Seite stehen: „Oftmals handelt es sich auch um Missverständnisse“, meint Bollrath. Sie hat so etwas wie eine Lotsenfunktion, kann sie doch den Kontakt zu anderen Hilfs- und Beratungsstellen vermitteln. Viele Ansprechpartner gibt es auch innerhalb der Caritas , das reicht von der Schuldnerberatung über die Familienhilfen bis zur Unterstützung bei Wohnungsnotfällen.

Die allgemeine Sozialberatung ist nicht nur für die Betroffenen selbst zuständig. Auch Nachbarn könnten etwa den Kontakt suchen, wenn sie bemerkten, dass jemand Hilfe brauche. Etwa, wenn es um ältere Menschen gehe. Die können sich natürlich auch selbst melden und nach einem persönlichen Gespräch fragen. Bollrath betont: Einzelpersonen, Familien, Jugendliche oder Senioren, alle seien willkommen.

„Oftmals gibt es einen ganzen Wust von Problemen“, sagt Bollrath. „Wir fangen an einer Stelle an.“ Und dann werde nach und nach „aufgeräumt“: „Das ist ein richtiger Prozess.“ Die ratsuchenden Menschen hätten schließlich ein Recht auf Hilfe.

Eine offene Sprechstunden, zu der jeder hinkommen kann, finde montags von 15 bis 17 Uhr in den Räumlichkeiten der Caritas-vor-Ort-Beratungsstelle an der Heinrich-Ebel-Straße statt. Außerdem sind Termine nach Vereinbarung möglich: ✆ 02 51 / 87 10 40.

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