Konzept für Gievenbeck
Ausreichend Platz für den Sport

Münster-Gievenbeck -

Die „Münster Mammuts“ müssen sich wohl nach einer anderen Heimat umschauen. Ein Umzug in den Grünen Finger oder auf das Aral des zu entwickelnden „Oxford-Quartiers“ wird es nicht geben.

Freitag, 16.02.2018, 18:02 Uhr

Die Sporthalle auf dem ehemaligen Kasernen-Areal soll nach Auskunft des Sportamtseiters Michael Willnath erhalten bleiben und nach entsprechendem Umbau weiter genutzt werden.
Die Sporthalle auf dem ehemaligen Kasernen-Areal soll nach Auskunft des Sportamtseiters Michael Willnath erhalten bleiben und nach entsprechendem Umbau weiter genutzt werden. Foto: kbö

Das ist ein Fazit, das Sportamtsleiter Michael Willnath während der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung (BV) Münster-West zog. Und: Auch künftig werde es ausreichend Sportstätten geben, die dem wachsenden Bedarf Rechnung tragen.

Der Amtsleiter nahm die harsche Kritik der Januar-Sitzung der BV (dort bemängelten die Bezirksvertreter parteiübergreifend das Fehlen eines seit einem Jahr versprochenen Sportflächen-Nutzungskonzepts) zum Anlass, den gegenwärtigen Stand der Dinge zu erläutern. Es gilt laut Willnath die Frage zu klären, wie man den aktuellen sowie künftigen Sportbedarf sowohl vereinsgebunden als auch im Freizeitbereich decken könne.

Im Fokus standen zunächst die Footballer der Mammuts. Diese hatten bei ihrer Suche nach einer neuen Heimat bei der Stadt nachgefragt, ob der Spielbetrieb auf dem Naturrasen gegenüber der Mosaikschule möglich sei. Nach der Prüfung eines Lärmschutzgutachters steht nun fest: „Wenn dort ein organisierter Sport stattfinden soll, darf er dort längstens bis 20 Uhr stattfinden“, so Willnath. Auch der eventuelle Bau einer Lärmschutzwand würde daran nichts ändern – aufgrund der bestehenden Wohnraum-Nähe sowie der zu entwickelnden Wohnbebauung.

Was für die Mammuts gilt, betrifft natürlich auch andere Vereine, die mit der Nutzung einer Sportfläche im Auenviertel liebäugelten. Willnath: „Wir möchten im Grünen Trichter kein Großspielfeld bauen, weil ein Kunstrasenspielfeld eine sehr hohe Auslastung hat, und es kann nicht sein, dass wir eine solche Anlage nach 20 Uhr nicht mehr bespielen dürfen.“

Doch schon jetzt sind die Sportflächen-Kapazitäten rar gesät, wie ein Blick in Richtung Hensenstraße zeigt. Der dort beheimatete 1. FC Gievenbeck klagt schon seit geraumer Zeit diesbezüglich über Engpässe. Doch im Sportpark könnte sich eine Lösung anbahnen. In Gesprächen mit dem Verein stellte sich heraus, dass die vorhandenen Flächen effektiver zu nutzen sein. Die Naturrasen-Fläche, die ungefähr zwei Großspielfeldern entspricht, habe kein Flutlicht und könne laut Willnath „nur bei schönem Wetter und in den hellen Jahresstunden bespielt werden“.

Die Stadt schlägt vor, einen Teil der Fläche in einem Kunstrasenplatz umzuwandeln. Der Effekt laut Willnath: „Statistisch kann man einen Naturrasenplatz 800 Stunden im Jahr bespielen, einen Kunstrasenplatz kann man bis zu 2500 Stunden bespielen.“ Daraus folge: „Wir erhöhen die Intensität sowohl beim Training als auch im Spielbetrieb.“ Sollte sich später der Bedarf erhöhen, könne man den zweiten Teil der Naturrasenfläche umwidmen. Der Bau des Kunstrasenplatzes könne wahrscheinlich schon im kommenden Jahr erfolgen.

Zum vereinsungebundenen Sport: Auf dem Oxford-Areal gibt es nach Auskunft des Sportamtsleiters variable Möglichkeiten, entsprechende Angebote zu entwickeln: „Wir wollen so etwas wie Parcours anbieten oder Boule.“ Es sollen Kleinspielfelder entstehen. „Geplant sind aber auch Rasen und Wiesenflächen für Frisbee oder Völkerball – wir wollen Angebote für Spiel, Sport und Bewegung schaffen.“

Bezüglich der Engpässe in puncto Sporthallen-Kapazitäten zeichnet sich auch eine Verbesserung ab. Laut Willnath kann die vorhandene Turnhalle auf dem ehemaligen Kasernengelände nach einem Umbau genutzt werden.

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