Neues Konzept wird erarbeitet
Pause für die Sommersause

Münster-Gievenbeck -

Die „Gievenbecker Sommersause“ wird es in diesem Jahr nicht geben. Das beliebte Volksfest im Gievenbecker Zentrum in unmittelbarer Nachbarschaft zur Pfarrkirche St. Michael wäre in seine nunmehr 18. Auflage gegangen.

Dienstag, 27.02.2018, 19:02 Uhr

Der Vorstand der Gievenbecker Werbegemeinschaft möchte das Konzept der beliebten Sommersause überarbeiten und im kommenden Jahr neu durchstarten (v.l.): Kader Selmi, Ulf Imort, Kirsten Lambeck und Sven Hosse.
Der Vorstand der Gievenbecker Werbegemeinschaft möchte das Konzept der beliebten Sommersause überarbeiten und im kommenden Jahr neu durchstarten (v.l.): Kader Selmi, Ulf Imort, Kirsten Lambeck und Sven Hosse. Foto: kbö

Doch die Gievenbecker Werbegemeinschaft, der mittlerweile 21 örtliche Kaufleute und Gewebetreibende angehören, hat sich als Ausrichter der großen Sause entschieden, in diesem Jahr eine Pause einzulegen.

Dem zugrunde liegt ein Beschluss der jüngsten Mitgliederversammlung der Werbegemeinschaft, den man sich nicht leicht gemacht habe, wie Ulf Imort in seiner Funktion als alter und neuer Vorsitzender der Werbegemeinschaft betonte. Ganz auf ein Fest wolle man aber dennoch nicht verzichten. Anlass dazu bietet das 20-jährige Bestehen des Wochenmarkts, das gefeiert werden und anstelle der Sommersause für Partystimmung im Ortskern sorgen soll.

„Der Markt soll in diesem Jahr in den Fokus rücken“, sagt auch Sven Hosse, als Schriftführer ebenfalls im Vorstand der Werbegemeinschaft aktiv. Das Fest solle an einem Donnerstagnachmittag im September steigen.

Die Planungen laufen, auch die Marktbeschicker sind involviert. Hosse: „Mit ihnen haben wir uns vor zwei Wochen getroffen und das Vorhaben vorgestellt.“ Schließlich habe die Werbegemeinschaft ausloten wollen, wie das Interesse seitens der Beschicker diesbezüglich sei. „Und das Interesse war sehr, sehr gut.“

Das Konzept: Es soll ein Zwischending zwischen „Hansetafel“ und „Münster verwöhnt“ werden, wie Hosse sagt. „Wir wollen Sitzmöglichkeiten aufbauen, die Kauflaute sollen die Gäste an den Tischen mit Getränken versorgen.“ An den verschiedenen Ständen der Marktbeschicker gebe es für einen gedeckelten Betrag Kleinigkeiten, die direkt vor Ort verzehrt werden könnten. „Gedeckelter Betrag bedeutet, dass die Angebote für einen maximalen Betrag – also mit Obergrenze – angeboten werden“, klärt Imort auf.

Das Ganze soll einen „kleinen musikalischen Rahmen erhalten“ und so die Möglichkeit bieten, dass sich die Besucher austauschen. Bezüglich des Zeitrahmens befindet man sich laut Sven Hosse noch in der Feinabstimmung.

Zurück zur Sommersause. „Die Sommersause wollen wir reformieren und ein wenig verändern“, so Ulf Imort. Mit einem neu zu entwerfenden Konzept werde man im Jahr 2019 wieder durchstarten. „Gievenbeck hat sich verändert, das Umfeld hat sich verändert – und diesen Veränderungen müssen wir Rechnung tragen“, formuliert es Kader Selmi, zweiter Vorsitzender der Werbegemeinschaft. „Wir wollen dieses Jahr nutzen, um den Markt in den Vordergrund zu stellen und 2019 mit etwas um die Ecke kommen, das wirklich den gesamten Stadtteil eint.“

Differente Zielsetzungen und Interessen führten unter anderem nun auch dazu, dass die Initiative Ortskern Gievenbeck (IOG) nun nicht mehr Teil der Werbegemeinschaft ist, wie das laut Imort vor der Mitgliederversammlung der Fall war: „Sie mus sich nun neu organisieren.“

Die Werbegemeinschaft habe zum Teil eine gänzlich andere Zielrichtung als die IOG: „Wir wollen den gesamten Stadtteil im Blick behalten, nicht nur den Ortskern. Unsere Mitglieder kommen schließlich nicht nur aus der Ortsmitte, sondern aus dem gesamten Gievenbecker Raum.“ Die IOG hingegen „hat ganz klare lokale Inter­essen, sehr kleinräumig“, so Kirsten Lambeck, Kassiererin der Werbegemeinschaft.

Die Abspaltung habe aber keineswegs zur Folge, dass sich die in der Initiative Ortskern Gievenbeck engagierten Kaufleute nun aus selbiger zurückziehen, wie Ulf Imort versichert.

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