Projekt zur Inklusion
Ein Kunstwerk von 1000 Künstlern

Münster-Gievenbeck -

Es soll auf die am Stein-Gymnasium praktizierte Inklusion aufmerksam machen: Ein Kunstwerk mit rund 1000 bunten Steinen – so bunt wie die Inklusion.

Dienstag, 13.03.2018, 17:03 Uhr

Taufe eines Kunstwerks, das die Inklusion am Stein-Gymnasium hinweist: Rund 1000 individuell gestaltete Steine bilden das Logo der Schule nach.
Taufe eines Kunstwerks, das die Inklusion am Stein-Gymnasium hinweist: Rund 1000 individuell gestaltete Steine bilden das Logo der Schule nach. Foto: kbö

Ein wenig erinnert die Situation an die „Taufe“ der „MS-Günther“, als sich die Sektflasche – mehrmals an den Bootsrumpf des Ausflugsschiffs geschleudert – als ausgesprochen bruchfest erwies. Als die sechs Schülervertreter des Stein-Gymnasiums am Dienstagmittag ein ganz besonderes Kunstwerk einweihen möchten, passiert gleiches, wie bei der Bootstaufe. Doch letztlich ergießt sich der edle – und natürlich alkoholfreie – Tropfen über dem neuen Projekt, dass auf die erfolgreich praktizierte Inklusion am Gymnasium im Auenviertel hinweist.

Das Kunstwerk, das aus Schutz vor einer möglichen Beschädigung in einem für die Öffentlichkeit nicht zugänglichem Lichthof der Schule platziert wurde, zeigt das Logo des Gymnasiums, so wie es auch auf den Briefbögen der Einrichtung zu sehen ist. Das Kunstwerk besteht aus rund 1000 Steinen, die bunt bemalt zu eben diesem Schullogo vereint auf eine Metallplatte geklebt wurden.

„Die Idee, wie man die Inklusion und eben auch die Vielfalt an unserer Schule ausdrücken kann, entstand im Jahr 2014“, wissen die beiden Schülersprecher Martin und Anton Brockhaus. Jeder Schüler hätte die Möglichkeit bekommen, sich mit seinem gestalteten Stein an diesem Projekt zu beteiligen. „Das unterstreicht dann auch noch einmal die Individualität“, so Martin Brockhaus.

Wichtig sei auch die Aussage „Wir sind bunt“, die während eines SV-Tages zum Thema Inklusion vor vier Jahren entwickelt wurde, wie Yvonne Karst und Eva Sobolewski meinen: „Da spielt jeder einzelne Stein eine wichtige Rolle.“ Die Gestaltung der jeweiligen Steine sei sehr unterschiedlich. Von ein- bis mehrfarbig bemalt, lassen einige Exemplare auch kleinere Bildchen erkennen. „Es gab bei der Gestaltung keine Aufgabe, jeder hatte die freie Auswahl der Bemalung“, so Anton Brockhaus.

Ganz ohne Schwierigkeiten ging das Projekt nicht über die Bühne: Verschiedene Gespräche zwischen Schulleitung, Schülervertretung und auch der Stadt waren nötig, um diverse Punkte zu klären. So spielte unter anderem auch der Standort unter Sicherheitsaspekten eine Rolle: „Das Kunstwerk kann ja nicht überall stehen, schließlich hat es ein enormes Gewicht“, stellt Anton Brockhaus klar.

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