Sportflächen-Nutzungskonzept für Gievenbeck
FCG-Sportflächen werden ausgebaut

Münster-Gievenbeck -

Nun hat es die Kommunalpolitik auch schwarz auf weiß: Vereinsgebundenen Sport – etwa American Football – wird es im künftig zu entwickelnden Oxford-Quartier nicht geben.

Donnerstag, 17.05.2018, 18:05 Uhr

Im Gievenbecker Sportpark hat die Verwaltung Flächenreserven ausgemacht, die es nach einem Umbau zu nutzen gilt.
Im Gievenbecker Sportpark hat die Verwaltung Flächenreserven ausgemacht, die es nach einem Umbau zu nutzen gilt. Foto: kbö

Sportamtsleiter Michael Willnath hatte (wie berichtet) bereits in der Februar-Sitzung der Bezirksvertretung (BV) West entsprechend mündlich berichtet.

Der damaligen Forderung von Beate Kretzschmar, SPD-Vorsitzende in der BV, die entsprechenden Ausführungen sowie das Sportflächen-Nutzungskonzept schriftlich zu fixieren, kam das Fachamt jetzt nach. Demnach bleibt im Ergebnis festzuhalten, dass auf Grundlage eines Lärmschutzgutachtens und der daraus resultierenden Konsequenzen (beschränkte Nutzungsdauer der Sportanlagen aufgrund der Wohnbebauung und damit einhergehend die nicht gegebene Wirtschaftlichkeit) Vereinssport nicht darstellbar ist.

„Gleichwohl ist es möglich, für den vereinsungebundenen Freizeit- und Breitensport im Bereich des ´Grünen Trichters´ verschiedene Sportmöglichkeiten zu schaffen“, heißt es in dem von Michael Willnath gezeichneten Schreiben. So stelle sich die Verwaltung vor, verschiedene Einrichtungen für sportliche Aktivitäten zu bauen: Kletter- oder Boulderanlage, Parcours, Parksport, Boulesport, generationsübergreifende Fitnessgeräte, zwei Kleinspielfelder, größere Rasen- und Wiesenflächen für bewegungsaktive Spiele und eventuell der Bau eines Funktionsgebäudes mit sanitären Einrichtungen.

In das Sportflächennutzungskonzept fließt auch die bestehende Sporthalle ein. Nach einem entsprechendem Umbau könne diese nicht nur für den Schulsport genutzt werden, sondern stehe auch für Vereine zur Verfügung.

Apropos Vereine: Der sogenannte „Uhrenturm“ könnte ebenfalls von diesen genutzt werden. Namentlich genannt sind der TSC Münster-Gievenbeck, das Mehrgenerationenhaus und Mütterzentrum (MuM) und der Schachclub 32. Die Festsetzung dieses Gebäudes als „Gemeinbedarfsfläche“ im Bebauungsplan ermöglicht eine solche Nutzung.

Bleibt festzuhalten, dass bei der Neugestaltung 1300 neue Wohnungen entstehen und mit dem Zuzug zahlreicher Menschen zu rechnen ist. Aus diesem Grund ist laut Verwaltung auch Handlungsbedarf in Sachen Vereinssport gegeben. Geeignete Flächen sind im Stadtteil aber rar gesät. Aus diesem Grund plant die Sportverwaltung, „die vorhandenen Sportstätten im Sportpark Hensenstraße so herzurichten, dass diese eine höhere Nutzungsauslastung erhalten“. Konkret heißt das: Ein Teil der Naturrasenfläche wird in ein Kunstrasengroßspielfeld umgewandelt. Um den bereits jetzt herrschenden Platzmangel ein wenig auszugleichen, wird eine provisorische Flutlichtanlage aufgestellt, um die Sportflächen auch in den dunklen Jahreszeit nutzen zu können.

Über die genaue Zeitschiene (Kunstrasen und Flutlicht-Installation) will die Verwaltung die politischen Gremien zeitnah informieren.

Anzeige
Anzeige
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5740396?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F136%2F
ZDF verlangt Aufklärung über Vorfall bei Merkel-Besuch in Dresden
TV-Team aufgehalten: ZDF verlangt Aufklärung über Vorfall bei Merkel-Besuch in Dresden
Nachrichten-Ticker