Bäume im „Grünen Finger“
Neubepflanzung für mehr Schatten

Münster-Gievenbeck -

Schattige Plätzchen sind auf der Anlage „Grüner Finger“ im Gievenbecker Auenviertel Mangelware. Besonders Kinder, Eltern und ältere Leute sind in den Sommermonaten nicht selten einer massiven Sonnenbestrahlung ausgesetzt.

Mittwoch, 13.06.2018, 17:52 Uhr

Die beiden Kommunalpolitikerinnen Beate Kretzschmar (r.) und Doris Feldmann wiesen schon 2015 auf das Schatten-Defizit am Grünen Finger hin. Ihrer Meinung nach konnte die Pergola keinen Schutz bieten.
Die beiden Kommunalpolitikerinnen Beate Kretzschmar (r.) und Doris Feldmann wiesen schon 2015 auf das Schatten-Defizit am Grünen Finger hin. Ihrer Meinung nach konnte die Pergola keinen Schutz bieten. Foto: kbö

Ein Umstand, den die SPD in der Bezirksvertretung Münster-West bereits im November 2015 kritisierte und mittels eines Antrags Abhilfe forderte. Neun neue Bäume könnten nun zumindest teilweise das Schatten-Defizit ausgleichen.

In den Fokus der Sozialdemokraten rückte seinerseits die Pergola auf dem Spielplatz im „Grünen Finger“, die gerade mal aus einzelnen Balken besteht und als Schattenspender nicht funktioniert. „Ich weiß gar nicht, welche Funktion diese Pergola überhaupt haben soll“, kritisiert Beate Kretzschmar, Fraktionsvorsitzende der SPD in der Bezirksvertretung, auch aktuell noch den Aufbau des Holzgerüsts. Eine zusätzliche und schattenspendende Begrünung habe das Grünflächenamt damals abgelehnt.

Zwar bedeckt mittlerweile eine Kletterrose einen Teil der Pergola, „ausreichender Sonnenschutz sieht aber anders aus“, sagt auch SPD-Ratsfrau Doris Feldmann. Was fehlt, skizziert Beate Kretzschmar: „Wir bräuchten ganz dringend Schattenplätze – sowohl auf dem Kinderspielplatz als auch an den Stellen, wo die Eltern sitzen.“

Nun kommt Bewegung in die Angelegenheit – sehr zur Freude der beiden Sozialdemokratinnen, die ihre Forderung damit bestätigt sehen: Im Grünen Finger lässt das Amt für Grünflächen nun neun neue Bäume pflanzen. Diese spenden nicht allein den lange herbeigesehnten Schatten, sondern fördern auch das Allgemeinwissen: Die Pflanzaktion läuft nämlich unter dem Titel „Wissens- und Schattenbäume für Münsters Spielplätze“.

Zum Hintergrund: Im Herbst 2017 bewarb sich die Stadt Münster bei der „Allianz Umweltstiftung“ als Kooperationspartner anlässlich einer Stadtbaum-Kampagne. „Diese Kampagne fördert seit dem Jahr 2015 die Pflanzung von je 125 Bäumen in verschiedenen Städten Deutschlands“, lässt das Grünflächenamt in einem Info-Schreiben wissen.

Die Stadt Münster habe sich unter besagtem Thema „Wissensbäume und Schattenspender für Kinder“ beworben – und nun die Zusage für eben diese 125 Bäume bekommen. „Hier allein im Grünen Finger werden neun Bäume gepflanzt“, freut sich Beate Kretzschmar. Und Doris Feldmann ergänzt: „Offensichtlich hat man in der Verwaltung erkannt, dass hier dringender Handlungsbedarf besteht.“

An welchen Stellen genau die Bäume gepflanzt werden, steht laut Kretzschmar noch nicht fest. Das werde wohl das Grünflächenamt entscheiden. Vielleicht sei es möglich, die schattenspendende Wirkung mit Sitzmöglichkeiten zu verbinden.

Neben dem Schatten bringen die Bäume einen zusätzlichen Vorteil: Die Kinder und Eltern sollen an den Pflanz-Standorten auch mit Wissen über die stadtökologische Bedeutung des Baums informiert werden und etwas über den Baum erfahren. Um entsprechende Informationen zu den Bäumen und ihrem Zusammenspiel mit der Umgebung zu vermitteln, wird auf jedem Spielplatz an einem Schatten- und Wissensbaum eine Lern- und Infotafel aufgestellt.

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