Pilotgruppe auf der Schulbank
Mi., 08.02.2012
Internationale Privatschule geht im März an der Gronowskistraße 1 an den Start
Im Gebäude der Hugo-de-Groot-School an der Gronowskistraße 1 nimmt im März eine erste Gruppe der internationalen Schule den Unterricht auf. Projektleiter ist Eric Rijs (kl. Bild).
Münster-Gievenbeck -
Münster/Gievenbeck - Richtig ernst wird es für die Schüler erst am 22. August. Bis dahin nimmt eine Pilotgruppe als erste Platz in der Internationalen Schule Münster (ISM). Im März beginnt im Gebäude der Hugo-de-Groot-Schule an der Gronowskistraße 1 für die bisher sieben bis acht angemeldeten Grundschüler der Unterricht.
|
|
„Wir bieten eine qualitativ hochwertige Bildung für Kinder zwischen vier und elf Jahren“, erläuterte ISM-Projektleiter Eric Rijs gestern gegenüber den WN. Der Unterricht finde in englischer Sprache statt, aber die Kinder sollen auch die deutsche Sprache und Kultur kennenlernen. „Unsere Zielgruppe ist die internationale Gemeinschaft“, sagt Rijs. Das Unterrichtsprogramm baue deshalb auf den Themen des International Primary Curriculum (IPC) auf. „Das ist ein offiziell anerkannter Lehrplan, der inzwischen an 1200 Schulen in 65 Ländern gilt“, so der Projektleiter. Dieser Plan ermögliche den Kindern, problemlos an andere internationale Schulen weltweit oder in ihrem Heimatland zu wechseln. Das IPC basiere auf neuen Theorien und Eindrücken und gehe davon aus, dass jedes Kind seinen eigenen Lernstil hat. „Die Schüler lernen nicht nur mit ihren Ohren oder Augen“, sagt Rijs. Die Kinder sollen das Lernen genießen, neugierig werden und durch ganzheitliche Bildungserfahrungen persönliche Qualitäten entwickeln. Die Gruppenstärke von 15 bis 18 Schülern biete dabei viel Raum für individuelle Begleitung durch das Lehrpersonal. Die themenbezogene Arbeit beschreibt Rijs am Beispiel „Kleidung“. Zu Beginn würden die Eltern befragt, was ihnen dazu wichtig erscheine und in den Unterricht ihrer Kinder einfließen sollte. Dann werde das Thema zum Beispiel aus geschichtlicher Sicht betrachtet, aus kultureller, vom Material her, unter dem künstlerischen Aspekt oder von der Verarbeitung her. „Das ist IPC – alles in der Welt ist miteinander verknüpft“, schildert Eric Rijs. Alle neun Wochen werde ein neues Thema vorgegeben. Der Lehrer setzt die Ziele dabei, und am Ende stellt das Kind vor, was es dazu gelernt hat, und es findet eine Abschlussfeier statt. Vier bis fünf Themen würden so in einem Schuljahr behandelt. Inhaltlich arbeitet die ISM mit der Dance Academy Münster und einer Lehrerin der Westfälischen Schule für Musik zusammen. So können auch Ballett, Tanz, Kung-Fu oder Musik- und weitere Kunstangebote gemacht werden. Außerdem habe die Schule mit dem Pascalgymnasium und dem Gymnasium Paulinum sowie der neuen Sekundarschule in Roxel Abmachungen, um auch für Schüler ab zwölf Jahren eine durchgehende Schulbildung bis hin zum Abitur sicherzustellen. „Vielleicht können wir im Jahr 2022 oder später selbst das Abitur organisieren“, blickt Eric Rijs in die ferne Zukunft. Für die aktuelle Herausforderung sei die ISM mit allem ausgerüstet, was für einen modernen Unterricht gebraucht werde. Das Inventar bekomme sie von der Hugo-de-Groot-Schule geschenkt, die in einem Jahr geschlossen werde, so Rijs. Die jährliche Schulgebühr beträgt 12 000 Euro. | www.ismuenster.de
