Mo., 13.07.2009

Handorf Lötlämpken beköstigt SC Preußen

Von Maria Meik

Münster-Mariendorf - Shaher Al-Asmar hat es voll drauf. Er weiß, wie hungrige Mäuler zu stopfen sind. Darunter die der Popgruppe „ Silbermond “ , „Alphaville“ oder von Nena und Udo Lindenberg . Dem 42-Jährigen gehört das Lötlämpken in Mariendorf - das Lokal, in das gerne einkehrt und in dem sich in der Küche Koch Franz-Josef Wiggers mächtig ins Zeug legt.

Nicht, dass der gebürtige Jordanier, der von allen „Charly“ genannt wird, die Musikgrößen in seinem Lötlämpken beköstigt hätte. Vielmehr war sein Partyservice Backstage gefragt - wie bei Eurocityfesten und beim Bistumsjubiläum. Stars und Sternchen schleckten sich die Finger, die Schlemmereien aus Mariendorf gingen weg wie warme Semmeln.

Auch dem SC Preußen Münster schmeckt es schon seit geraumer Zeit ganz ausgezeichnet, was da im Lötlämpken so alles angerichtet wird. Zwei Jahre machte er die Häppchen für die VIP-Gäste. Also wurde jetzt Butter bei die Fische getan und Charly mit ins Boot geholt, der kürzlich einen Drei-Jahres-Vertrag unterschrieben hat. Damit wurde er in der Kanzlei von Preußen-Präsident Marco de Angelis mit Unterschrift und Stempel als Stadion-Caterer fürs „lecker Auffahren“ verpflichtet.

Der Lieblingsverein von Shaher Al-Asmar ist ohne Zweifel der SC Preußen Münster ist. „Weil der bald in der Bundesliga spielt,“ strahlt der „Löti-Chef“. Er spielt auch selber Fußball beim Sportverein Dyckburg, begleitet den sangesfreudigen Liederhort Sudmühle, kegelt gerne und ist in Schützenvereinen.

Als Sechsjähriger ist Shaher Al-Asmar nach Deutschland gekommen. „Ich bin in Sudmühle groß geworden“, sagt der sympathische Gastronom, dessen Freund aus Kindertagen Siegmund Höing ist. Und der wird von allen „Siggi“ genannt. Höing ist seit zwei Jahren mit Herzblut im Vorstand des SC Preußen Münster und Gebietsverkaufsleiter der Warsteiner Brauerei. „Charly und ich sind zusammen in die Heriburgschule gegangen und haben uns nie aus den Augen verloren“, so Siggi Höing, der vom Super-Catering seines Freundes schwärmt.

Und der ist ein gastronomischer Quereinsteiger. Erst ließ er sich der 42-Jährige zum Kfz-Mechaniker ausbilden und dann zum Groß- und Außenhandelskaufmann. Vor elf Jahren stieg er im Lötlämpken ein, dessen Besitzer er seit zwei Jahren ist.

Ob italienische, westfälische, asiatische Küche oder Fingerfood - Charly hat alles in der Pfanne. Der 42-Jährige, der übrigens auch kochen kann, versorgt mit seinem Catering nun die Tuja-Lounge und die neue Tribüne. Und macht damit unterm Strich rund 1000 statt bislang 400 Preußen-Fans satt. Geschirr, Besteck und Servietten - Plastikgabeln kommen Al-Asmar, der die Speiseauswahl vorgibt, nicht in die Tüte. In Thermoboxen liefert er im Stadion Berg Fidel an, was zuvor in Mariendorf gebrutzelt wurde von drei Festangestellten, einigen Auszubildenden und Aushilfen.

Und wenn am 1. August Hertha BSC in Münster aufläuft, „dürfen Curry-Wurst und Buletten wie in Berlin üblich nicht fehlen“, freut sich der Catering-Mann vom Lötlämpken auf das Spiel.

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