Versammlung des Landwirtschaftlichen Ortsverbands
Schweinepest: Landwirte in großer Sorge

Münster-Ost -

Das Schweinepestvirus kommt, davon sind auch die Landwirte in Münster-Ost überzeugt. Nicht nur Wildschweine, auch Menschen können das Virus übertragen.

Freitag, 19.01.2018, 09:01 Uhr

Versammlung der Landwirte im Wersehof (v.l.): Kreisverbandsvorsitzende Susanne Schulze Bockeloh, Ulrich Bussmann (2. Ortsverbandsvorsitzender), Heinrich Möllers (1. Ortsverbandvorsitzender) und Kreislandwirt Hans-Georg Hartmann.
Versammlung der Landwirte im Wersehof (v.l.): Kreisverbandsvorsitzende Susanne Schulze Bockeloh, Ulrich Bussmann (2. Ortsverbandsvorsitzender), Heinrich Möllers (1. Ortsverbandvorsitzender) und Kreislandwirt Hans-Georg Hartmann. Foto: Reinhold Kringel

Das Vordringen der Afrikanischen Schweinepest bereitet auch den Landwirten in Münster-Ost große Sorgen. Darüber wurde bei der diesjährigen Versammlung im Wersehof gesprochen. Nicht nur Wildschweine würden das Virus nach Deutschland tragen, auch Saisonarbeiter oder Jäger auf Jagdreise in Osteuropa. Alle Jagdutensilien sollten vor der Rückkehr desinfiziert werden. Am Besten wäre aber ein Verzicht auf die Reise, meinte Schulze Bockeloh, die Kreisverbandsvorsitzende.

Eine weitere Sorge: Dr. Matthias Quas berichtete über die juristische Beurteilung von Stalleinbrüchen durch Tierschützer zum Zwecke von Filmaufnahmen. „Das ist ein unschönes Thema, aber wir stellen uns der Problematik“, sagte der Geschäftsführer der Geschäftsstelle Warendorf und berichtete von unterschiedlichen Urteilen der Gerichte.

Die Regularien waren schnell erledigt: Heinrich Möllers wurde als erster Vorsitzender Ortsverbands wiedergewählt gewählt, Ulrich Bussmann ist sein Stellvertreter. Nach der Wahl der Delegierten für den Kreisverbandsausschuss berichtete Susanne Schulze Bockeloh noch vom Stand der „Offensive Nachhaltigkeit“: Kern der Offensive seien Leitprojekte, durch deren Umsetzung das Leben und Wirtschaften auf den Höfen sozial, wirtschaftlich und ökologisch noch nachhaltiger werden solle. Der Maßnahmenplan soll bis 2030 umgesetzt werden.

„Besonders die Zukunft der Tierhaltung, die Umsetzung der Düngeverordnung und zentrale Umweltfragen sind die Themen, mit denen wir uns in diesem Jahr transparent und offen auseinandersetzen werden“, sagte Susanne Schulze Bockeloh.

Der Kreisverband steckt überdies mitten in der Planung für den diesjährigen „Tag des offenen Hofes“, der am 27. Mai auf drei Höfen in Sprakel stattfinden wird. Zum Katholikentag vom 9. bis 13. Mai in Münster wurde die Aktion „Gast sucht Rast“ initiiert, bei der den Besuchern ein Zimmer oder ein Sofa angeboten wird. Interessierte Gastgeber sollen sich beim Kreisverband melden.

Zum Abschluss berichte Susanne Schulze Bockeloh von ihrer Studienreise nach Uganda in Afrika, bei der sie eine Spende von 5000 Euro für ein Hilfsprojekt der Caritas überbracht hatte. Das Thema Landwirtschaft ist für die katholische Kirche in Uganda ein wichtiges Thema, da die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung in der Landwirtschaft arbeitet.

 

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