Öffentliche Sitzung in der Pleistermühle
BV Ost spürt die Raumnot

Münster-Ost -

Vier bis fünf Mal im Jahr kommt die Bezirksvertretung Münster-Ost zur öffentlichen Sitzung in Handorf zusammen. Aber wo? Das ist nach der Schließung von Haus Münsterland eine drängende Frage.

Dienstag, 06.03.2018, 08:03 Uhr

Schriftführer Friedel Stracke wechselt ins Schulamt. Er wurde von Martina Klimek (M.) und Karin Groh verabschiedet.
Schriftführer Friedel Stracke wechselt ins Schulamt. Er wurde von Martina Klimek (M.) und Karin Groh verabschiedet. Foto: rkr

Auch die Bezirksvertretung Münster-Ost bekommt die Raumnot in Handorf zu spüren: Seit der Schließung von Haus Münsterland fehlt ein geeigneter Tagungsraum für die öffentlichen Sitzungen im Stadtteil. Da der Wersehof nicht zur Verfügung stand, musste die März-Sitzung kurzfristig in die Pleistermühle verlegt werden – die seit den Tagen des früheren Bezirksbürgermeisters Siegfried Grenda die BV nicht mehr beherbergt hatte.

Bezirksbürgermeisterin Martina Klimek ist zufrieden: „Der Raum ist sehr schön, und wir werden ihn sicher noch öfter nutzen.“ Dennoch ist es mit diesem einen Saal nicht getan, meint Karin Groh, die Leiterin der Bezirksverwaltung: Die BV Ost halte ihre Sitzungen nach einem Rotationsprinzip abwechselnd in Handorf, Gelmer und an verschiedenen Orten in Mauritz-Ost ab. Haus Münsterland war bislang das zuverlässige Hauptquartier; diese Position übernimmt nun die Mehrzweckhalle Gelmer, die im Sitzungskalender besonders gründlich berücksichtigt wurde. Ein fester Tagungsort in Handorf, dem Sitz der Bezirksverwaltung, ist bislang nicht in Sicht.

Die Optionen: der Wersehof – schließt Ende September und muss wie alle Gasthäuser bei der Vergabe von Terminen wirtschaftliche Prioritäten setzen. Das evangelische Gemeindehaus am Kirschgarten – ist derzeit auch bei anderen Veranstaltern begehrt, dabei benötigt die Gemeinde den großen Saal ausgerechnet an den Sitzungs-Donnerstagen selbst. Der Heidehof an der Dyckburgkirche – ist vom Zuschnitt des Raumes für eine Konferenz-Möblierung für 20 bis 25 Personen inklusive interessierter Öffentlichkeit nicht groß genug.

Bliebe ein Raum in einer Handorfer Grundschule. Auch das ist ein Problem: Denn eine geeignete Aula haben beide Schulen nicht, und ein Hausmeisterdienst für den Auf- und Abbau der Tische und Stühle steht auch nicht zur Verfügung. Karin Groh steht überdies vor dem Problem, dass der langjährige BV-Schriftführer Friedel Stracke ins Schulamt wechselt und sie die Organisation der Sitzungen vorerst alleine stemmen muss.

An der Sitzung in der Pleistermühle nahmen auch einige Zuhörer teil – die offenbar wegen der Abstimmung über den Baubeschluss zur Straße Im Sundern in Mariendorf gekommen waren. Gerade dieser Punkt wurde allerdings vertagt: Zum einen monierten die Bezirksvertreter, die Vorlage zu spät erhalten zu haben. Zum anderen war noch eine Anregung der Nachbarschaft eingetroffen, im Zuge des Straßenausbau auch ein Glasfaserkabel für die IT-Hausanschlüsse zu verlegen. Darüber soll nun in der nächsten BV-Sitzung am 19. April diskutiert werden.

Wo die Sitzung stattfindet, steht allerdings noch nicht fest.  

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