Gastronom zeigt Interesse am Bahnhof

Sa., 18.02.2012

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„So etwas Schönes hätte Hiltrup auch verdient“

Gastronom zeigt Interesse am Bahnhof : „So etwas Schönes hätte Hiltrup auch verdient“

Der Hiltruper Bahnhof. Foto: Grottendieck

Münster-Hiltrup - 

Asmus Kaven könnte sich vorstellen, schon drei Monate nach dem ersten Spatenstich für das Stroetmann-Projekt mit einem „Soft Opening“ im Bahnhofsgebäude an den Start zu gehen.

Von Michael Grottendieck

Der Anruf kam aus Tecklenburg. Am Apparat ein gebürtiger Hiltruper, der einst im Hotel Krautkrämer gelernt hatte, selbstständiger Gastronom, der viel in der Welt herumgekommen ist. Sein Name: Asmus Kaven. Was er sagt, lässt aufhorchen: „Ich habe sehr großes Interesse, im Bahnhof Hiltrup eine Gastronomie zu eröffnen.“

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Konkret geht es um eine Fläche im Anbau des Bahnhofes. Kaven hat somit nicht das Empfangsgebäude mit der Galerie in den Blick genommen. Die Gespräche mit dem Eigentümer des Bahnhofs Ludger Holtz seien bereits weit fortgeschritten, sagt Kaven. Was auch von Holtz selbst auf WN-Anfrage bestätigt wird. Und doch gibt es ein Problem.

Holtz will vorankommen. Er will nicht drei Jahre warten müssen, bis es vorangeht in seinem Bahnhof. „Das Gebäude wird dadurch auch nicht besser“, sagt der Investor. Holtz hatte vor wenigen Tagen gegenüber den WN gesagt, er führe Gespräche mit der Stadt, gegebenenfalls im gesamten Bahnhofsgebäude Büroräumlichkeiten zu schaffen und die Idee aufzugeben, eine Gastronomie unterzubringen. Im Empfangsgebäude würde die Galerie verschwinden, wenn er eine Betondecke einziehen würde (WN, 11.2.).

Kaven jedoch betont: „Derzeit ist es einfach undenkbar, eine Gastronomie im Bahnhof zu eröffnen.“ Ihm schwebt ein Café vor, in dem man auch etwas Gutes essen könne. Und abends natürlich einen guten Wein bekommen kann. Das fehle in Hiltrup, meint sagt Kaven – und fügt hinzu: „So etwas Schönes hätte Hiltrup auch verdient.“

Nur sei alles derzeit viel zu vage. Es gäbe noch viel zu viele Fragezeichen. Die Stadt Münster lasse sich zu viel Zeit bei dem Genehmigungsverfahren. Das dauert zu lange, wenn erst im Sommer der Bau durch Stroetmann erfolge. „Und dann sollen erst 2015 die Bahnsteige erneuert werden. Bis dahin gäbe es rund um den Bahnhof eine Baustelle.“ Kaven fordert einfach mehr Tempo.

Sobald sich eine klare Perspektive abzeichnet, will Asmus Kaven aktiv werden. „Ich hätte sehr großes Interesse.“ Er könnte sich vorstellen, schon drei Monate nach dem ersten Spatenstich für das Stroetmann-Projekt mit einem „Soft Opening“ im Bahnhofsgebäude an den Start zu gehen.

Soft Opening (Sanfte Eröffnung) steht für eine inoffizielle Eröffnung – in Abgrenzung zu einer späteren offiziellen Eröffnung, die erfolgen würde, wenn das Umfeld passend hergerichtet ist.


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