Di., 16.10.2012

MSC-Missbrauchsskandal Ansprechpartner für Opfer gibt auf

Münster-Hiltrup - 

Der Mainzer Professor Dr. Bernhard Haupert sollte eigentlich vermitteln, nun gibt er auf: Der Mediator zwischen dem Orden der Hiltruper Missionare vom Heiligsten Herzen Jesu (MSC) und einer Initiative von Missbrauchsopfern, die am Homburger Gymnasium Johanneum zur Schule gegangen waren, hat sein Aufgaben niedergelegt.

Der Mainzer Professor Dr. Bernhard Haupert sollte eigentlich vermitteln, nun gibt er auf: Der Mediator zwischen dem Orden der Hiltruper Missionare vom Heiligsten Herzen Jesu (MSC) und einer Initiative von Missbrauchsopfern , die am Homburger Gymnasium Johanneum zur Schule gegangen waren, hat sein Aufgaben niedergelegt.

Nach Informationen, die unserer Zeitung vorliegen, begründet Haupert seine Entscheidung damit, dass ihm der Rechtsanwalt eines Paters mit rechtlichen Konsequenzen gedroht habe. Es drehe sich um Äußerungen, die der Professor über den Geistlichen bei vertraulichen Treffen geäußert habe. Nun ist sowohl der Vermittlungsprozess kompromittiert, als auch die Person des Mediators angegriffen.

Nach einem Bericht der Saarbrücker Zeitung sehe sich Haupert daher nicht mehr imstande, als Mediator weiterzumachen. Für eine weitere Stellungnahme war er gestern nicht zu erreichen. Florian S. , Sprecher der Initiative Ehemaliger Johanneum Homburg , weiß: „Seinen Rücktritt hatte er bereits im Juni per E-Mail bei uns angekündigt.“

Der neue Provinzial und Missbrauchsbeauftragte des Ordens, Martin Kleer, teilte der „ Rheinpfalz “ schriftlich mit, dass der Orden nicht informiert war, dass eines seiner Mitglieder einen Rechtsanwalt beauftragt habe. Das Verhältnis der Ordensleitung zu Haupert sei bis zuletzt „außerordentlich gut” gewesen.

Derweil spricht die Opfer-Initiative von 14 Betroffenen, und nicht nur von den offiziellen zehn. Die Ordensleitung in Rom erließ im Sommer gegen zwei Patres harte Strafen und untersagte ihnen jeglichen Dienst in der Kirche (WN, 16. 6.). „Man muss jedoch auch von mehr als zwei übergriffigen Patres sprechen“, fordert Florian S. und spricht von acht Tätern, die sich zwischen 1970 und 2000 an Jugendlichen vergriffen und sich an verschiedenen Anlaufstellen gemeldet hätten. Welche Qualität diese Übergriffe hatten ist unklar.

Die Opfer-Initiative hält die Gespräche für gescheitert: „Wenn es keine neutrale Anlaufstelle gibt, machen wir das Spiel nicht mehr mit.“

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