Mi., 27.11.2013

Schüleraustausch an der Johannes-Gutenberg-Realschule Spuren der eigenen Geschichte

In historischer Umgebung ließen sich die Schüler aus Hiltrup und Langedijk Geschichte erklären. Das Austauschprojekt, das auf Hiltruper Seite die AG-Lehrer Anke Paland und Michael Koch leiten, wird von der Euregio gefördert.

In historischer Umgebung ließen sich die Schüler aus Hiltrup und Langedijk Geschichte erklären. Das Austauschprojekt, das auf Hiltruper Seite die AG-Lehrer Anke Paland und Michael Koch leiten, wird von der Euregio gefördert. Foto: klm

Münster - 

Auf den Spuren der eigenen Geschichte waren gestern Jungen und Mädchen aus den Niederlanden, die derzeit Hiltrup besuchen. Die Neuntklässler der Jan-Arentsz-School in Langedijk bei Alkmaar sind Gäste der Johannes-Gutenberg-Realschule. Drei Tage verbringen sie mit den Neunt- und Zehntklässlern der Niederländisch-AG und wohnen bei ihnen.

Von Klaus Möllers

Am Dienstag waren die Jugendlichen in den Friedenssaal des Rathauses eingeladen – die Hiltruper damit übrigens als erste Realschüler aus Münster. Historisch gebe es einen guten Grund für den Empfang des binationalen Projekts, wie Bürgermeisterin Karin Reismann den Schülern erklärte: „In den Verhandlungen zum Westfälischen Frieden sind die Niederlande ein selbstständiger Staat geworden.“ Etwas überspitzt sagte sie zu den Gästen: „Eure Wiege steht bei uns im Ratssaal.“

80 Jahre lang seien die Niederlande mit Spanien verfeindet gewesen, bis der Friedensschluss zur Münster und Osnabrück 1648 die „Geburtsstunde“ der souveränen Niederlande gewesen sei. Außer dem einstigen Ratssaal – dem heutigen Friedenssaal – sei auch das „Haus der Niederlande“ am Alten Steinweg Schauplatz der Verhandlungen Abgesandter gewesen.

Die Jugendlichen hörten sich den kurzen historischen Ausflug aufmerksam an, während eine Lehrerin der Arentsz-School übersetzte.

Den weiteren Tag verbrachten die 19 jungen Deutschen und 19 Niederländer unter anderem bei einem gemeinsamen Mittagessen und auf dem Weihnachtsmarkt. Heute haben sie in Hiltrup zusammen Sportunterricht. Morgen unternehmen sie ein GPS-Abenteuer-Spiel.

Reismann hatte auch betont, wie wichtig „Verständigung“ sei: „Durch Freundschaften wächst Frieden. Danke an Eure Schule, dass der Kontakt so gut ist.“

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