So., 16.10.2016

Kabarettistin Ulrike Böhmer mit zweistündigem Programm zu Gast bei der kfd St. Clemens Jede Menge „Kirchengedöns“

Mit ihrem Programm „und sie bewegt sich doch!“ wusste Kirchenkabarettistin Ulrike Böhmer zu begeistern.

Mit ihrem Programm „und sie bewegt sich doch!“ wusste Kirchenkabarettistin Ulrike Böhmer zu begeistern. Foto: hk

Münster-Hiltrup - 

„Ich war doch schon mal hier“, begrüßte Kirchenkabarettistin Ulrike Böhmer über 130 kfd-Frauen im Pfarrsaal St. Clemens. Sie irrte sich nicht. Denn schon zum 90. Geburtstag der kfd begeisterte sie mit ihrem zweistündigen Programm, mit dem sie das ganze „Kirchengedöns“ auf die Schippe nahm. Machte Vorschläge zur Verbesserung des Gottesdienstes. „Ein Frauengottesdienst mit einer gestalteten Mitte, mit einem schönen Tuch oder Blumen“, schlug sie vor.

Von Helga Kretzschmar

Sie beklagte sich auch über die Gemeindefusionen. „Stellen Sie sich vor, man würde Dortmund-Eving, Castrop-Rauxel und WanneEickel zusammenlegen, das ist so, als wenn Sie mit Telgte zusammen sind. Da ist die kfd doch in der Betrübnis“, sagte sie als Erna Schabiewsky im besten Ruhrpottdeutsch. Überhaupt, was wäre die Kirche ohne die engagierten kfd-Frauen, die „dauernd am Tun dran sind.“

Es sind die Substantivierungen, die Ulrike Böhmer bestens beherrscht und damit viele Lacher auf ihre Seite bringt. Wie ein roter Faden zieht sich der selbst gebackene Kuchen durch den amüsanten Abend. So ist es die Buttercremetorte, die immer wieder von allen möglichen Vorhaben ablenkt. Wie auch vom Vorhaben, die Pilgerreise nach „Santiago de Kompost“ anzutreten. . .

Die Vision von einer Erneuerung der Kirche hat Erna Schabiewsky aus Dortmund-Eving nicht aufgegeben. Man trifft sich. Vielleicht mit Thomas Tuchel und Martin Luther, „die um Rechtfertigungselemente und Abseitsregeln diskutieren“.

Der Abend mit der ehemaligen Gemeindereferentin Ulrike Böhmer war der vorletzte Termin des ereignisreichen Jubiläumsjahres „100 Jahre kfd St. Clemens “. Einer von vielen Höhepunkten, zu denen die Feierlichkeiten im Juni gehörten.

„Es war viel Vorbereitungsarbeit, aber es hat Spaß gemacht“, sagte Gabriele Sieverding. Auch der Abend mit Bea Nyga blieb bestens in Erinnerung. Dass das kfd-Jubiläum mit den die Feierlichkeiten zu „150 Jahre Diozösanverband“ am 9. Oktober zusammenfiel, war ein weiterer Höhepunkt, wenn auch nicht vor Ort, sondern auf dem Domplatz. „Eine tolle Stimmung“, so Helga Rösmann, „die auch viele Männer ansprach“.

Der letzte Veranstaltung zu „100 Jahre kfd St. Clemens“ findet am 16. Dezember statt. Dann wird Mechthild Heilenkötter Märchen lesen. Begleitet wird sie dabei von dem Ensemble „Sing’n Soul“.

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