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Mi., 19.10.2016

Theater-Workshop im Kulturbahnhof „Hier gibt’s halt auch Magie“

Damit die Zuschauer etwas erleben können, proben die 16 Kinder im Theater-Workshop im Kulturbahnhof Hiltrup.

Damit die Zuschauer etwas erleben können, proben die 16 Kinder im Theater-Workshop im Kulturbahnhof Hiltrup. Foto: anh

Münster-Hiltrup - 

Zwei Tage Theater-Workshop sind vorbei, am Donnerstag kommen die Zuschauer – da war am Mittwoch natürlich Hochbetrieb bei den 16 Kindern im Kulturbahnhof Hiltrup.

Von Andreas Hasenkamp

Gerade inszenieren zwei Mädchen das „unglaubliche Pferd“. Was soll es zeigen? „Wiehern kann jedes Pferd!“, lässt das Pferd seinen Dompteur wissen – daraufhin darf es etwas Schwierigeres tun. Was, das wird man sehen. Die Kinder haben sich die Geschichte zu „Zirkus Kuba, der beste Zirkus der Welt“ selbst ausgedacht. Das Programm für die Aufführung steht weitgehend, an diesem Mittwoch wird gefeilt, verfeinert, geprobt.

Wie kann die „böse Hexe“ noch mehr Eindruck machen, überlegen die Kinder gemeinsam mit der Theaterpädagogin Kathrin Marhofen. „Hihihihi“, macht Marhofens Helferin, Lisa Hesse vom Theaterlabor, ein so richtig fieses Hexenlachen vor: „Da darfst du richtig übertreiben!“.

Mehrere der Kinder sind nicht zum ersten Mal dabei und haben schon selber Ideen für das Inszenieren. „Ich fände es cool, wenn Lisa sagt ‚Und dann geschah etwa Unerwartetes‘“, sagt der Zauberer Daniel hinter dem Sofa mit der Königin. Gesagt, getan. „Wenn etwas schiefgeht, das ist nicht schlimm – einfach wiederholen“, rät Marhofen bei einer Panne. Wenn mal einem Clown die Nase abfällt – einfach einbauen, als Gag, als sei es geplant, so ihr Rat. Mehrfach gibt sie Tipps, was zu tun ist, damit die Zuschauer auch im richtigen Moment etwas sehen können. Oder damit alles verständlich ist: „Ihr habt die Geschichte ja im Kopf, aber die Zuschauern sehen sie zum ersten Mal.“

Für ein Mädchen ist es schon der dritte Workshop. Sie habe die Information in der Zeitung gefunden, sagt die neunjährige Lisa, ihre Freundin auch – zusammen gingen sie hin. Bis zur Aufführung wolle sie noch am Text arbeiten. Alina ist zum ersten Mal dabei, als Schwester der Königin, und hat sich auch etwas vorgenommen: „Wenn ich sage: ‚Heut` ist mein Tag‘, soll ich nicht lächeln.“

Daniel (11) weiß, warum er dabei ist: „Hier finde ich neue Freunde.“ Hier könne man anders sein: „Hier gibt’s halt auch Magie“, meint er, der Zauberer.

„Seid immer mit dem Kopf dabei, ganz konzentriert“, sagt Marhofen im großen Kreis vor dem Start in die nächste Probe-Runde. Die nächsten Theater-Workshops bietet sie 2017 an.

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