Tanz-Zentrum Hiltrup probt der Ballettnachwuchs für einen Auftritt im Kleinen Haus
Wenn Alice mit den Katzen tanzt

Münster-Hiltrup -

Eine zauberhafte Welt wird Schritt für Schritt lebendig.

Donnerstag, 21.09.2017, 05:09 Uhr

Auf der Ballettbühne erkunden kleine „Grinsekatzen“ den Wald. Geprobt wird diese Szene für „Alice tanzt“ im Tanz-Zentrum Hiltrup. In einem Monat soll die Produktion beim „Tanzspektrum“ im Kleinen Haus des Theaters Münster gezeigt werden.
Auf der Ballettbühne erkunden kleine „Grinsekatzen“ den Wald. Geprobt wird diese Szene für „Alice tanzt“ im Tanz-Zentrum Hiltrup. In einem Monat soll die Produktion beim „Tanzspektrum“ im Kleinen Haus des Theaters Münster gezeigt werden. Foto: anh

Der Wald, die Pilze, die Märzhasen, die Grinsekatzen – sie alle treffen sich derzeit im Tanz-Zentrum Hiltrup: Noch gut ein Monat, dann zeigen sie im Kleinen Haus des Theaters Münster im Rahmen des „Tanzspektrums“ die Produktion „Alice tanzt“, angelehnt an den Kinderbuch-Klassiker „Alice im Wunderland“ von Lewis Carroll.

Gerade proben die Schwestern Alina und Nathalie Beitz, 14 und zwölf Jahre alt. Mit Argusaugen verfolgt sie Svetlana Robos. Die neue Trainerin greift immer wieder ein, kommentiert, zeigt, wie es noch besser geht.

Dreieinhalb Stunden Training liegen noch vor den beiden Solistinnen. Dann kommen weitere Tänzerinnen – in der Eröffnungsszene des zweiten Teils werden die „Grinsekatzen“ Greta Ondereyck und Alina Beitz als Vorhut einer Schar von 18 weiteren dieser ganz besonderen „Katzen“ durch den getanzten Wald schreiten.

Choreographie

Das Stück „Alice tanzt“ sei vielfältig und gut verständlich und so „ein guter Einstieg für alle, denen Ballett neu ist“, so Landwehr . „Es gibt, glaube ich, kein Kind, das die Geschichte von ‚Alice im Wunderland‘ nicht kennt“, betont sie. Die Choreographie verantworten Nora Scherzer, Svetlana Robos und Sandra Landwehr.

Externe Tänzer holen sie sich nicht für die Produktion. Die Kinder müssten die Aufgaben bewältigen, so Landwehr. Die Choreographien für die ganz Kleinen, sie spielen „Pilze“ und „Märzhasen“, seien kindgerecht. Das „Tanzspektrum“ ist ein Format, das es freien Companys erlaubt, im Kleinen Haus aufzutreten. „Wir lieben diese Spielstätte“, sagt Landwehr.

Weltmeisterschaften

Nebenbei: Kinder kämen zu selten ins Theater, meint sie. Die Ballettschule gehört nach eigenen Angaben zu den Meisterschulen des Tanzes im nationalen und internationalen Vergleich. Ein ehemaliger Schüler studiere Tanz in Berlin. Die schuleigene Company „Flics“ mit ihren 40 Nachwuchs-Tänzern gewann regionale und internationale Meisterschaften und qualifizierte sich für die Weltmeisterschaften 2016 in Jersey und 2017 in Offenburg. Neben klassischem Ballett russischen Stils bietet die Schule tänzerische Früherziehung, modernen und Jazz-Tanz sowie Pilates für Erwachsene an.

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