Vorschlag zur Anhebung der Pegelstände
Kanalwasser für den Hiltruper See

Münster-Hiltrup -

Um den Hiltruper See sorgen sich derzeit viele Hiltruper. Der Wasserstand hatte im vergangenen Herbst einen neuen Tiefststand erreicht. Eine Verlandung des Sees ist nicht mehr vollkommen auszuschließen.

Dienstag, 30.01.2018, 17:01 Uhr

Sinkende Wasserstände am Hiltruper See: Die FDP möchte die aktuelle Situation zum Thema in der Bezirksvertretung Hiltrup machen und wartet mit einem unkonventionellen Vorschlag auf.
Sinkende Wasserstände am Hiltruper See: Die FDP möchte die aktuelle Situation zum Thema in der Bezirksvertretung Hiltrup machen und wartet mit einem unkonventionellen Vorschlag auf. Foto: gro

Das Ende des Hiltruper Sees könnte schon bald besiegelt sein, befürchtet die Hiltruper FDP . Die Liberalen haben sich daher Gedanken gemacht, wie Abhilfe zu schaffen wäre,

Sie greifen eine Idee auf, die unkonventionell klingt, aber aus ihrer Sicht einleuchtend erscheint: Sie regen den Bau einer Verbindungsleitung zwischen dem Dortmund-Ems-Kanal und dem Hiltruper See an. „Ein 100er Rohr würde völlig ausreichen“, ist Ulrich Eckervogt überzeugt.

Mit dieser Verbindung zwischen Kanal und See ließe sich aus seiner Sicht sicherstellen, dass es auch künftig genügend Wasser im Hiltruper See gibt und dieser „nicht zu einer etwas größeren Pfütze verkommt“.

Nach Einschätzung der FDP sinkt der Wasserstand im Hiltruper See seit Jahren ab. Der Wasserspiegel sei etwa 1,50 Meter niedriger als noch vor zehn Jahren, so die FDP. Für die Zukunft erwartet Ulrich Eckervogt keinerlei Besserung. Im Gegenteil. Er befürchtet, dass der Grundwasserstand in der Hohen Ward weiter absinken werde, und verweist auf die bevorstehende Umstellung bei der Trinkwassergewinnung.

2020 sollen die beiden Wasserwerke Vennheide/Geist sowie Kinderhaus vom Netz gehen. Die entstandene Lücke soll durch die verbleibenden Wasserwerke Hohe Ward und Hornheide geschlossen werden.

Die Stadtwerke wiesen hingegen wiederholt darauf hin, dass sie sich bei der Trinkwasserförderung an das geltende Wasserrecht halten. Sieben Millionen Kubikmeter dürfen sie fördern., aber nur 1,5 Millionen Kubikmeter dürfen natürliches Grundwasser sein.

Wenn die Fördermenge erhöht werde, dann müsse am Ende mehr Oberflächenwasser aus dem Kanal angereichert werden. Aus diesem Grund wollen die Stadtwerke zusätzliche Anreicherungsbecken in der Nachbarschaft des Hiltruper Sees errichten. Wichtig ist den Stadtwerken der Hinweis, dass es Schwankungen des Wasserstandes immer zu beobachten gab.

Die FDP will Klarheit und fordert die Stadtverwaltung auf, schriftlich und mündlich durch einen Vertreter in der Bezirksvertretung den Sachverhalt zu erläutern.

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