Unbürokratische Nachbarschaftshilfe
Löschzug pumpt Spielplatz frei

Münster-Hiltrup -

Seit Wochen steht der Spielplatz an der Bainingstraße unter Wasser. Die Anwohner sprechen bereits vom „Wasserpark Hiltrup“. Der Löschzug Hiltrup hat den Spielplatz kurzerhand abgepumpt.

Donnerstag, 01.02.2018, 01:02 Uhr

Die Turbopumpe kommt normalerweise nur bei überfluteten Kellern zum Einsatz. Doch um den Kindern einen Gefallen zu tun, kam sie auf dem Spielplatz zum Einsatz.
Die Turbopumpe kommt normalerweise nur bei überfluteten Kellern zum Einsatz. Doch um den Kindern einen Gefallen zu tun, kam sie auf dem Spielplatz zum Einsatz. Foto: mlü

Seit Wochen steht der Spielplatz an der Bainingstraße unter Wasser. Die Anwohner sprechen bereits vom „Wasserpark Hiltrup“ und in den sozialen Netzwerken freut sich ein Nutzer bereits auf den nächsten Frost: „Wenn jetzt Minusgrade kommen, dann können die Kinder dort Schlittschuh laufen.“ Soweit wird es aber wohl nicht kommen: Der Löschzug Hiltrup hat den Spielplatz abgepumpt.

Anlage an der Bainingstraße: Spielplatz steht seit Wochen unter Wasser

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Turbopumpen kam zum Einsatz

Um den Kindern der Nachbarschaft einen Gefallen zu tun, wurde schweres Gerät aufgefahren. Die großen Turbopumpen kommen eigentlich nur bei überfluteten Kellern zum Einsatz. Doch die Wassermassen auf dem Spielplatz in Hiltrup-West stellten selbst die Technik der Feuerwehr auf die Probe. „Das ist einfach eine Riesenfläche, das dauert seine Weile“, stöhnten die Wehrleute am Dienstagabend. Bis zu fünfzehn Zentimeter tief stand die mittlerweile braun-grüne Brühe hoch. Ratsherr Stefan Leschniok hatte Kontakt aufgenommen zum Löschzugführer Bernd Oldach und auf das Problem hingewiesen.

„Da ist einfach zu wenig Sand drin“

Der ungewöhnliche Einsatz kann getrost als „technische Übung“ durchgehen – von daher war der Abend keineswegs verschwendet. Ob aber das Wasser nun dauerhaft verschwunden ist, steht auf einem anderem Blatt. Schon früher wurde der Spielplatz überflutet, das Grünflächenamt hat das Problem im Blick.

Während das Wasser fröhlich durch die Schläuche floss, machten sich die Blauröcke ihre Gedanken: „Da ist einfach zu wenig Sand drin“, meinte einer.

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Unter Wasser stand der Spielplatz, bis die Feuerwehr kam... Foto: Markus Lütkemeyer

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