Generationen-Austausch
Mehr WLAN, Busse und Bewegung

Münster-Hiltrup -

Die Jugend ist Hiltrups Zukunft. Daher gibt es auch den Jugendrat. Dort können junge Leute aus dem Stadtteil offen sagen, was gut oder schlecht ist, ihre Wünsche, Träume und Visionen mitteilen. Bezirksbürgermeister Joachim Schmidt traf sich jetzt mit dem Jugendrat zum offenen Austausch.

Freitag, 02.02.2018, 16:02 Uhr

Auf Augenhöhe unterhielten sich Kant-Gymnasiast Steven Liebing (l.) und Bezirksbürgermeister Joachim Schmidt am Donnerstag im 37 Grad über das, was jungen Leuten in Hiltrup unter den Nägeln brennt.
Auf Augenhöhe unterhielten sich Kant-Gymnasiast Steven Liebing (l.) und Bezirksbürgermeister Joachim Schmidt am Donnerstag im 37 Grad über das, was jungen Leuten in Hiltrup unter den Nägeln brennt. Foto: pesa

Immer wieder mittags das gleiche Bild: Unzählige Schüler drängeln sich in die Busse an der Haltestelle Marktallee. Plötzlich gehen die Bustüren zu. Wer sich nicht reindrängeln konnte, muss auf den nächsten Bus warten.

Auch für Steven Liebing, vom Immanuel-Kant-Gymnasium ist das ein unhaltbarer Zustand. Das 17-jährige Mitglied des Jugendrates findet offene Ohren bei Bezirksbürgermeister Joachim Schmidt : „Ich sorge mich, dass da mal was richtig Schlimmes passiert.“ Die Stadtwerke seien, so Schmidt weiter, nun am Zuge zu prüfen, ob zur Entzerrung eine zweite Haltestelle Richtung Hallenbad eingerichtet wird oder ob zu Stoßzeiten eine weitere Buslinie eingesetzt werden soll.

Liebling und Schmitz tauschten sich am Donnerstag offen im Begegnungshaus 37 Grad aus. An dem Gespräch wirkten auch Dieter Tüns (Leiter der Bezirksverwaltung) Katharina Maria Voßschulte (Amt für Kinder, Jugendliche und Familien) und 37-Grad-Leiter-Bernd Gaußelmann-Reinhardt mit.

Ein weiteres Thema ist WLAN. Für Bezirksbürgermeister Schmidt ist es auf der Marktallee „gut angelaufen“. Für den Jugendrat fehlt hingegen WLAN für das Schulzentrum. „Im Kant können bislang nur die Lehrer darauf zugreifen.“ Schmidt erwidert: „Müssen im Kant nicht die Handys ausgestellt werden?“ Steven Liebing ist in der Q1: „Wir Oberstufenschüler dürfen nur in den Pausen unsere Geräte nutzen.“ Aus Sicht von Dieter Tüns sei es sehr störend, dass sich so viele Jugendliche an der Stadthalle ins öffentliche WLAN einloggen: „Da gibt es keinen Freifunk.“ Auch manches Verhalten stoße negativ auf: „Einige Jugendlichen benehmen sich schlecht.“ Bernd Gaußelmann-Reinhardt erwidert: „Wir haben im 37 Grad WLAN und keine Probleme.“ Für Schmidt ist es wichtig, dass alle Schulen künftig WLAN haben: „Wir arbeiten daran.“

Ein weiteres Thema ist der Bewegungspark auf dem Sportgelände Hiltrup-Süd. Schmidt fühlt sich in der Pflicht, nachdem die alte Skateranlage am Bahnhof Stellplätzen für Autos weichen musste: „Ich unterstütze eine neue Anlage im Bewegungspark.“ Tüns ergänzt: „Dort soll auch Platz für Parcours-Freunde geschaffen werden und für Calisthenics.“ Das ist körperliches Training, das nur das eigene Körpergewicht nutzt.

Der komplette Bewegungspark wird mit rund 500 000 Euro Veranschlagt. „Das Invest kann jetzt in zwei bis drei Bauabschnitte unterteilt werden“, sagen Tüns und Schmidt, „eventuell können wir auch EU-Gelder akquirieren“.

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