Der Südwesten von Münster wächst
Statistik: Hiltrup-Ost bleibt ältester Stadtteil

Münster-Hiltrup/Amelsbüren -

Der Stadtbezirk Hiltrup schrumpft im Osten und wächst im Westen. Der demografische Wandel ist überall in vollem Gange. Die Flüchtlingskrise schlägt sich in Hiltrup kaum und in Amelsbüren nur geringfügig in der Bevölkerungsstruktur nieder. Mit diesen Thesen lassen sich neue Zahlen zur Bevölkerungsentwicklung in den Stadtteilen von Münster zusammenfassen.

Dienstag, 13.02.2018, 19:02 Uhr

309 429 Einwohnerinnen und Einwohner zählten die Statistiker im Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung am Jahresende 2017 für ganz Münster. Davon wohnen 6234 Menschen in Hiltrup-Ost. Das sind rund 1 000 Personen weniger als vor 20 Jahren. Weiterhin ist Hiltrup-Ost der älteste Stadtteil von Münster. Und das sogar mit Abstand. 34,6 Prozent sind über 59 Jahre alt. Nur 36 von 100 Einwohnern sind unter 40 Jahre alt.

Zum zweitältesten Stadtteil muss man in Hiltrup-Ost nicht lange fahren – er liegt direkt auf der anderen Seite des Kanals. Von den 10 011 Einwohnern in Hiltrup-Mitte sind trotz weitgehend gleichbleibender Einwohnerzahlen immer mehr Menschen über 59 Jahre alt, zuletzt waren es 31,5 Prozent. Rund neun von 100 Einwohnern sind sogar 80 Jahre und älter. Ein Spitzenwert. Vor 20 Jahren waren es nur 3,8 Prozent.

Hiltrup-Mitte altert damit rasant und könnte Hiltrup-Ost schon bald als ältesten Stadtteil ablösen. Zumal sich in Hiltrup-Ost neue Baugebiete abzeichnen. Zum Vergleich: Nienberge belegt in Münster Platz 3 der ältesten Stadtteile, dort sind 28,9 Prozent der Einwohner über 59 Jahre alt. In Handorf sind sieben von 100 Bürgern über 80 Jahre alt.

Hiltrup-West hat von den Entwicklungen der vergangenen Jahre profitiert und fast genauso viele Einwohner wie Hiltrup-Mitte. Gewachsen ist auch das Davertdorf – und das nicht zu knapp. Heute leben rund ein Drittel mehr Menschen im Ort als vor 20 Jahren. Seit 2016 bewegen sich die Einwohnerzahlen allerdings seitwärts. Amelsbüren ist übrigens einer der wenigen „männlichen“ Stadtteile. Der Unterschied ist zwar marginal, doch während in der Gesamtbetrachtung ein wenig mehr Frauen in Münster leben als Männer, ist es in Amelsbüren anders herum.

1997 hatten 7,4 Prozent der Münsteranerinnen und Münsteraner keinen deutschen Pass. Im Zusammenhang mit dem Bürgerkrieg in Syrien stieg dieser Anteil bis 2017 auf 10,5 Prozent. In Berg Fidel sind es 26,1 Prozent – der Höchstwert in Münster. In Hiltrup jedoch bleibt der Ausländer-Anteil seit 20 Jahren stabil. In Hiltrup-Ost liegt er bei 5,1 Prozent. In Amelsbüren wohnen 430 Menschen ohne deutschen Pass.

Anzeige
Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5522052?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F138%2F
Bürgerinitiative will alternativen JVA-Standort
Unterstützer der Bürgerinitiative  vor einer Baumallee, die für die neue JVA in Wolbeck gefällt werden müsste.
Nachrichten-Ticker