Aufräumarbeiten dauern an
Sturmtief „Friederike“ hat in Hiltrup-West extrem gewütet

Münster-Hiltrup -

Hier ist nichts mehr, wie es vorher war: In einem Wald in Hiltrups Westen hat Sturmtief „Friederike“ schwere Schäden angerichtet. Der Leiter der Forstverwaltung erklärt, warum die Fußwege vermutlich als Letztes geräumt werden.

Dienstag, 27.02.2018, 07:02 Uhr

Eine Schneise der Verwüstung hat das Sturmtief Friederike am 18. Januar durch die Forstgebiete am westlichen Rand von Hiltrup geschlagen. Weil die schweren Maschinen zur Räumung der Flächen derzeit woanders gebraucht werden, können die Fußwege auch bis auf Weiteres nicht freigegeben werden.
Eine Schneise der Verwüstung hat das Sturmtief Friederike am 18. Januar durch die Forstgebiete am westlichen Rand von Hiltrup geschlagen. Weil die schweren Maschinen zur Räumung der Flächen derzeit woanders gebraucht werden, können die Fußwege auch bis auf Weiteres nicht freigegeben werden. Foto: mlü

Im Wald westlich des Neubaugebietes am Helene-Weigel-Weg ist seit dem Sturmtief „Friederike“ nichts mehr, wie es vorher war. Wo früher Fichten standen, liegt seit dem 18. Januar ein Trümmerfeld. Ein Hektar Wald ist den Orkanböen zum Opfer gefallen. Die Aufräumarbeiten ziehen sich hin.

Die schweren Maschinen zur Räumung der Flächen werden nämlich derzeit noch woanders gebraucht. Deswegen können auch die Fußwege bis auf Weiteres nicht freigeräumt werden. Rot-weißes Flatterband versperrt den beliebten Waldweg, der von der Amelsbürener Straße bis zum Haus Herding führt. Orkanböen mit bis zu 130 Kilometern pro Stunde haben die Bäume entwurzelt, sie liegen teilweise wie die Hölzchen beim Mikado quer über dem Weg. Auch vor dem Betreten einiger Wald-Abschnitte wird nach wie vor gewarnt. Prinzipiell ist es angebracht, nach einem Sturm den Blick lieber öfter mal nach oben zu richten.

Sturmschneise in Hiltrup-West

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  • Eine Schneise der Verwüstung hat das Sturmtief Friederike am 18. Januar durch die Forstgebiete am westlichen Rand von Hiltrup geschlagen. Weil die schweren Maschinen zur Räumung der Flächen derzeit woanders gebraucht werden, können die Fußwege auch bis auf Weiteres nicht freigegeben werden. Foto: mlü
  • Eine Schneise der Verwüstung hat das Sturmtief Friederike am 18. Januar durch die Forstgebiete am westlichen Rand von Hiltrup geschlagen. Weil die schweren Maschinen zur Räumung der Flächen derzeit woanders gebraucht werden, können die Fußwege auch bis auf Weiteres nicht freigegeben werden. Foto: mlü
  • Eine Schneise der Verwüstung hat das Sturmtief Friederike am 18. Januar durch die Forstgebiete am westlichen Rand von Hiltrup geschlagen. Weil die schweren Maschinen zur Räumung der Flächen derzeit woanders gebraucht werden, können die Fußwege auch bis auf Weiteres nicht freigegeben werden. Foto: mlü
  • Eine Schneise der Verwüstung hat das Sturmtief Friederike am 18. Januar durch die Forstgebiete am westlichen Rand von Hiltrup geschlagen. Weil die schweren Maschinen zur Räumung der Flächen derzeit woanders gebraucht werden, können die Fußwege auch bis auf Weiteres nicht freigegeben werden. Foto: mlü
  • Eine Schneise der Verwüstung hat das Sturmtief Friederike am 18. Januar durch die Forstgebiete am westlichen Rand von Hiltrup geschlagen. Weil die schweren Maschinen zur Räumung der Flächen derzeit woanders gebraucht werden, können die Fußwege auch bis auf Weiteres nicht freigegeben werden. Foto: mlü
  • Eine Schneise der Verwüstung hat das Sturmtief Friederike am 18. Januar durch die Forstgebiete am westlichen Rand von Hiltrup geschlagen. Weil die schweren Maschinen zur Räumung der Flächen derzeit woanders gebraucht werden, können die Fußwege auch bis auf Weiteres nicht freigegeben werden. Foto: mlü
  • Eine Schneise der Verwüstung hat das Sturmtief Friederike am 18. Januar durch die Forstgebiete am westlichen Rand von Hiltrup geschlagen. Weil die schweren Maschinen zur Räumung der Flächen derzeit woanders gebraucht werden, können die Fußwege auch bis auf Weiteres nicht freigegeben werden. Foto: mlü
  • Eine Schneise der Verwüstung hat das Sturmtief Friederike am 18. Januar durch die Forstgebiete am westlichen Rand von Hiltrup geschlagen. Weil die schweren Maschinen zur Räumung der Flächen derzeit woanders gebraucht werden, können die Fußwege auch bis auf Weiteres nicht freigegeben werden. Foto: mlü
  • Eine Schneise der Verwüstung hat das Sturmtief Friederike am 18. Januar durch die Forstgebiete am westlichen Rand von Hiltrup geschlagen. Weil die schweren Maschinen zur Räumung der Flächen derzeit woanders gebraucht werden, können die Fußwege auch bis auf Weiteres nicht freigegeben werden. Foto: mlü

Weil die Bäume in Richtung Osten umgestürzt sind, wollen sich die Waldarbeiter von Westen aus durcharbeiten, wenn sie die Stämme aus der Fläche herausholen. „Man muss das Pferd von hinten aufzäumen – am Dicken Ende“, erläutert Daniel Herder, warum die Fußgängerwege vermutlich als Letztes geräumt werden. Der Leiter der Freiherrlich Heereman´schen Forstverwaltung kündigte außerdem an, dass die Fläche wiederaufgeforstet werden soll.

Frühstens im Frühjahr soll das geschehen – falls das aber zeitlich nicht mehr gelingt, soll die Aufforstung spätestens im Herbst diesen Jahres geschehen. Auch eine Fläche in Hiltrup-Ost am Loddenweg soll wiederaufgeforstet werden.

Allerdings geht es künftig etwas gemischter zu: Längst hat sich auch bei den Privatwaldbesitzern herumgesprochen, dass Fichten nur schlecht mit dem Klimawandel zurecht kommen. „Sie sind sturmanfälliger“, erläutert der Forstverwalter Daniel Herder. Statt zu Flachwurzlern will er vermehrt zu Laubbäumen und Eichen sowie zur Douglasie greifen.

Wer sich der Sturmschneise sicher näher will, nimmt einen Fußweg aus dem Nordwesten. Als eine Spaziergängerin mit ihrem Hund das Trümmerfeld erreicht, springt das Tier vergnügt zwischen den umgeworfenen Bäumen herum. So viele Stöckchen zum Holen! Er kann sich gar nicht entscheiden, welchen großen Ast er mit nach Hause nehmen möchte.

Orkantief Friederike in Münster

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  • Das Dach eines zur Bahn gehörenden Gebäude ist durch den Sturm schwer beschädigt worden.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Es stürzte teilweise auf die Gleisanlagen im Bereich der Überführungen über die Hafenstraße.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Die Hafenstraße wurde gesperrt.

    Foto: Jürgen Grimmelt
  • Die Hafenstraße vom Hansaring aus.

    Foto: Jürgen Grimmelt
  • Auch am Hafen gab es eine Sperrung. Der Mittelhafen wurde zwischen dem Hafenweg (Höhe Vapiano) und dem Flechtheimspeicher gesperrt.

    Foto: Jürgen Grimmelt
  • Das Dach des Fernwärmespeichers der Stadtwerke hob sich durch die Orkanböen.

    Foto: Jürgen Grimmelt
  • An der Wolbecker Straße stürzte eine Ampel um.

    Foto: Matthias Ahlke
  • An der WLE-Bahnstrecke in Gremmendorf stürzte ein Baum auf die Gleise.

    Foto: Helmut Etzkorn
  • Die Weseler Straße war wegen eines umgekippten Baums zwischenzeitlich nicht befahrbar.

    Foto: Björn Meyer
  • Auf der A1 wurde zwischen Münster-Nord und Greven ein Lkw umgeweht.

    Foto: Katrin Jünemann
  • An vielen Straßen gab es kein Durchkommen.

    Foto: Helmut Etzkorn
  • Stürmischer Donnerstag in Münster: Tief „Friederike“ fegt mit Orkanböen durch die Stadt und richtet einige Schäden an.

    Foto: Oliver Werner
  • An der von-Steuben-Straße...

    Foto: Oliver Werner
  • ...haben sich Blechteile von einem Dach gelöst.

    Foto: Oliver Werner
  • Die Straße wurde gesperrt.

    Foto: Oliver Werner
  • Von herunterstürzenden Ästen und Dachziegeln ging am Donnerstag Gefahr aus.

    Foto: Oliver Werner
  • Die Polizei empfahl, „am besten zu Hause zu bleiben“.

    Foto: Oliver Werner
  • Die Feuerwehr sichert das Dach an der von-Steuben-Straße.

    Foto: Oliver Werner
  • Über 300 Einsätze vermeldete die Polizei bereits am Mittag.

    Foto: Oliver Werner
  • Der Bahnverkehr in NRW wurde wegen des Sturms eingestellt.

    Foto: Oliver Werner
  • Hunderte Reisende strandeten in Münster.

    Foto: Oliver Werner
  • Die meisten Gestrandeten bleiben gelassen.

    Foto: Oliver Werner
  • Zum Teil taten sich Reisende zusammen, um mit dem Taxi weit entfernte Ziele – etwa den Flughafen Düsseldorf – zu erreichen.

    Foto: Oliver Werner
  • Sehen Sie im Folgenden weitere Sturm-Bilder aus Münster

    Foto: Oliver Werner
  • Waghalsige nutzten die enormen Windstärken...

    Foto: Matthias Ahlke
  • ...für eine Runde Windsurfen auf dem Aasee.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Der Ein- und Ausstieg erfolgte über die Treppe bei den 'Giant Pool Balls'.

    Foto: Matthias Ahlke
  • In der Fliednerstraße kippte ein Container um.

    Foto: Oliver Werner
  • am Hauptbahnhof wurden Fahrräder umgeweht.

    Foto: Oliver Werner
  • Umgeknickte Schilder

    Foto: Oliver Werner
  • Umgeknickte Schilder

    Foto: Oliver Werner
  • Umgeknickte Schilder

    Foto: Oliver Werner
  • Windsurfen am Aasee

    Foto: Matthias Ahlke
  • Windsurfen am Aasee

    Foto: Matthias Ahlke
  • Windsurfen am Aasee

    Foto: Matthias Ahlke
  • "Friederike" zerrte auch an Baugerüsten. Hier wurde eine Plane zerfleddert.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Die Feuerwehr beseitigt einen Baum, der auf die Weseler Straße gestürzt ist.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Ein Baum fiel auf die Antoniuskirche.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Umgestürzter Baum an der Mecklenbecker Straße

    Foto: Matthias Ahlke
  • Dutzende Bäume stürzten in Münster um.

    Foto: Matthias Ahlke
  • An den Osmo-Hallen 

    Foto: Matthias Ahlke
  • Ein großes Werbeplakat wurde davongeweht.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Auf der Umgehungsstraße

    Foto: Matthias Ahlke
  • Der Deckel einer Litfaßsäule wurde abgeweht.

    Foto: Oliver Werner
  • Auch diese Zweiräder wurden umgeworfen.

    Foto: Oliver Werner
  • Die Uniklinik sperrte den Zugang zu einem Bettenturm.  Alle Mitarbeiter seien angewiesen worden, ihre Dienstgebäude nicht während des Sturms zu verlassen. Untersuchungen und Behandlungen, die es erforderlich machten, Patienten in andere Gebäude zu bringen, seien verschoben worden.

    Foto: Lukas Speckmann
  • Vor der Montessori-Schule an der Soester Straße stürzte ein Baum um.

    Foto: Oliver Werner
  • Ein Baum stürzte auf die Antoniuskirche.

    Foto: Oliver Werner
  • In der Delpstraße im Aaseeviertel stürzte ein Baum auf ein Haus.

    Foto: Oliver Werner
  • Großen Andrang gab es am Hauptbahnhof auf die Busse, die als Schienenersatzverkehr eingesetzt wurden.

    Foto: Oliver Werner
  • Großen Andrang gab es am Hauptbahnhof auf die Busse, die als Schienenersatzverkehr eingesetzt wurden.

    Foto: Oliver Werner
  • Großen Andrang gab es am Hauptbahnhof auf die Busse, die als Schienenersatzverkehr eingesetzt wurden.

    Foto: Oliver Werner
  • Der Bahnverkehr wurde in NRW am Morgen abgesagt.

    Foto: Oliver Werner
  • Am Nachmittag war klar: Bis zum Betriebsschluss fuhr kein Zug mehr. Am späten Nachmittag waren die Bahnsteige am Hauptbahnhof leer.

    Foto: Oliver Werner
  • An die gestrandeten Fernreisenden hat die Bahn am Hauptbahnhof Taxen- und Hotelgutscheine verteilt.

    Foto: Oliver Werner
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