Kita Marie-Curie-Straße
„Das ist ein echter Flaschenhals“

Münster-Hiltrup -

Verkehrstechnisch sei die Lan­gestraße in Höhe der neuen Kita Marie-Curie-Straße zu einem „echten Flaschenhals“ für das gesamte Wohngebiet geworden. Die Politik will „nachbessern“.

Donnerstag, 08.03.2018, 08:03 Uhr

Wenn von der Kita Marie-Curie-Straße entlang der Langestraße (im Bildvorgrund) geparkt wird, wird es eng für den Begegnungsverkehr. Im Hintergrund ist die sich im Rohbau befindliche Flüchtlingseinrichtung zu erkennen.
Wenn von der Kita Marie-Curie-Straße entlang der Langestraße (im Bildvorgrund) geparkt wird, wird es eng für den Begegnungsverkehr. Im Hintergrund ist die sich im Rohbau befindliche Flüchtlingseinrichtung zu erkennen. Foto: gro

Das kommt selten vor: Selbstkritisch gestand Hermann Geu­sendam-Wode (SPD) ein, die Bezirksvertretung Hiltrup habe die Verkehrsproblematik an der neuen Kita Marie-Curie-Straße unterschätzt.

Geusendam-Wode griff damit Klagen von Bewohnern aus den angrenzenden Wohngebieten auf. Verkehrstechnisch sei die Lan­gestraße in Höhe der neuen Kita zu einem „echten Flaschenhals“ für das gesamte Wohngebiet geworden, so die Einschätzung des SPD-Politikers während der Sitzung der Bezirksvertretung am Dienstagabend.

Seit Wochen geht es um die abgestellten Fahrzeuge des neuen Kita-Personals, die größtenteils von außerhalb Münsters kommen. Zunächst hatten sie ihre Fahrzeuge entlang der Lange­straße in dem kleinen Wäldchen nahe der Amelsbürener Straße abgestellt. Seit einiger Zeit verteilen sie sich an mehreren Stellen. Als störend wird empfunden, dass in der ohnehin unübersichtlichen Kurve an der Langestraße einer Fahrbahnseite regelrecht zugeparkt wird.

Dass es auch anders geht, ist mittlerweile bekannt (WN, 6.3.). In Mecklenbeck hatte die Stadt Münster vor wenigen Jahren 16 Stellplätze auf dem Gelände einer Kita am Stratmannweg errichtet.

Vorausgegangen waren in Mecklenbeck Diskussionen über die Verkehrssituation. Ein Gutachterbüro nahm sich der Sache an, analysierte Straßenbreite und Verkehrsbelastung und sprach anschließend eine Empfehlung aus: „Es ist darauf zu achten, dass ausreichend Stellplatzmöglichkeiten geschaffen werden, um ein verkehrswidriges Kurzzeitparken auf der Fahrbahn zu vermeiden.“

In Hiltrup verteilen sich die Autos der Angestellten an der Lange­-, der Marie-Curie- und der Malteserstraße. Das Kurzzeitparken der Erziehungsberechten soll auf einem der drei verbliebenen Stellplätze an der Kita erfolgen. In der Kita werden aktuell 70 Kinder betreut.

Bezirksbürgermeister Joachim Schmidt sagte ebenfalls zu, „die Kita-Parkplatz-Geschichte neu aufzugreifen“. Gemeinsam mit der Stadt müsse man eine Lösung finde. Noch in der vergangenen Woche hatte das zuständige Amt für Kinder, Jugendliche und Familien am Rande der Eröffnungsfeier gegenüber unserer Zeitung erklärt, es sehe keine Notwendigkeit „aktiv zu werden“. Schmidt unterstrich am Mittwoch nochmals im Gespräch mit unserer Zeitung seinen Willen, etwas zur Entschärfung der Verkehrssituation zu tun.

FDP-Bezirksvertreter Ulrich Eckervogt war gedanklich bereits einen Schritt weiter und regte an, in dem Bereich hinter der Flüchtlingseinrichtung, der an Sandfortsbusch grenzt, Stellplätze für die Kita-Beschäftigten zu errichten. Zu erreichen wäre der Bereich über die neue Marie-Curie-Straße. „Allerdings muss man dann 50 Meter laufen“, gab er zu bedenken.

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