Hiltruper See
Die Wasserpest ist bereits am Start

Münster-Hiltrup -

Einige wenige Tage mit hochsommerlichen Temperaturen genügen – und der Hiltruper See hat in diesem Jahr bereits Mitte Mai die Wasserpest am Hals. Für Abhilfe könnte ein neues technisches Gerät sorgen.

Mittwoch, 16.05.2018, 10:05 Uhr

Nicht schön, aber kein Problem: An der Wasseroberfläche vermengen sich Grünalgen und Blütenstaub. Bedenklicher ist Wasserpest.
Nicht schön, aber kein Problem: An der Wasseroberfläche vermengen sich Grünalgen und Blütenstaub. Bedenklicher ist Wasserpest. Foto: gro

Einige wenige Tage mit hochsommerlichen Temperaturen genügen – und der Hiltruper See hat in diesem Jahr bereits Mitte Mai die Wasserpest am Hals. „Die Elodea ist bereits am Start“, sagt Lutz Hirschmann von den Unteren Wasserbehörde im Gespräch mit unserer Zeitung. In wenigen Tagen werde Kraut bereits die Wasseroberfläche erreichen, lautet seine Prognose.

Bereits jetzt präsentiert sich der See in einem wenig ansehnlichen Zustand. An der Wasseroberfläche haben sie Grünalgen und Blütenstaub zu einer grünen und sämigen Suppe vermengt. „Das sieht natürlich alles andere als toll aus“, weiß Hirschmann. Doch es ist ein eher ästhetisches Problem.

Stärker als die Grünalgen beschäftigt ihn die Wasserpest. Im Frühjahr verabredeten die Wasserbehörde, die Stadtwerke Münster, der Hiltruper Segelclub sowie Experten von der RWTH Aachen den Einsatz eines Rollenpflückers. Besagter Rollenpflücker befindet sich derzeit im Probetrieb. „Der Rollenpflücker wird am Hiltruper See dringend gebraucht. Er muss seinen Dienst in diesem Jahr aufnehmen“, fordert Hirschmann.

Andernfalls werde die Wasserpest den Seglern erneut große Probleme bereiten, ihre Sport auszuüben. Zeitweise verlagerten die Wassersportler in den vergangenen beiden Jahren ihre Boote an den Aasee.

Wie fast alles im Leben, gibt es zwei Seiten. Die Wasserqualität des Sees gilt als hervorragend. Es ist klar, die ökologischen Werte stimmen. Das ist wiederum ist der Grund, warum Pflanzen wie die Elodea sich gerne ausbreiten.

Zugleich registriert Hirschmann mit Erleichterung, dass sich der Fischbesatz erholt. Rotfedern, die bereits bis zu 20 bis 25 Zentimeter lang sind, sind anzutreffen. Auch Jungtiere sind in größeren Mengen zu beobachten. Dafür sind im Gegenzug die Komorane nicht mehr in so großer Zahl anzutreffen. Für das ökologische Gleichgewicht ist das positiv: Fische wie die Rotfedern ernähren sich von Wasserpflanzen wie der Wasserpest. Doch allein werden sie die Elodea nicht in Zaum halten können. Wenn der Rollenpflücker nicht kommt, hätte die Segler das Nachsehen.

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