Einsatz für Schädlingsbekämpfer
Spinnenalarm in Hiltruper Supermarkt

Münster-Hiltrup -

Ein Lebensmittelladen am Hiltruper Merkureck hatte bis zum frühen Nachmittag geschlossen. Die ungewöhnliche Ursache: In einer verpackten Bananenstaude war eine handflächengroße Spinne entdeckt worden.

Freitag, 20.07.2018, 20:15 Uhr

Dieser Discounter am Merkureck musste am Freitag mehrere Stunden lang schließen.
Dieser Discounter am Merkureck musste am Freitag mehrere Stunden lang schließen. Foto: mlü

Die Sichtung einer etwa handflächengroßen Spinne hat am Freitagmorgen einen Discounter am Merkureck lahmgelegt. Eine Mitarbeiterin der Filiale hatte das Tier noch vor Ladenöffnung in einer verpackten Bananenstaude im Lagerbereich entdeckt.

Die daraufhin alarmierte Feuerwehr rückte mit einem Spezialfahrzeug an. „Mit diesem Kleineinsatzfahrzeug sind wir normalerweise zur Stelle, wenn wir es mit verletzten Vögeln oder ausgebüxten Reptilien zu tun haben“, berichtet einer der beteiligten Feuerwehrleute. Die Einsatzkräfte durchsuchten das Lager und sämtliche Obstregale und Kisten. Doch von der Spinne war zunächst keine Spur. In Absprache mit dem Veterinäramt wurde über weitere Maßnahmen entschieden.

Schädlingsbekämpfer erfolgreich

Wie das Unternehmen „Netto“ auf Anfrage bestätigt, wurde schließlich ein Schädlingsbekämpfer hinzugezogen. Er habe die Spinne eingefangen und „fachgerecht entsorgt“. „Zudem wurden unmittelbar nach Kenntnisnahme des Insektenfundes umfangreiche Kontrollmaßnahmen in der Filiale eingeleitet, die keinen weiteren Fund ergeben haben.“ Als Vorsichtsmaßnahme zum Schutz der Kunden und Mitarbeiter blieb die Filiale zeitweilig geschlossen. Zu welcher Gattung die Spinne gehörte, gab das Unternehmen nicht bekannt.

Um 13.30 Uhr war der Spuk vorbei, und die Mitarbeiter hatten alle Hände voll zu tun, die verlorene Zeit wieder aufzuholen.

Von einer Spinnensuche wollte niemand etwas wissen

In den sozialen Netzwerken wurde kolportiert, bei dem Feuerwehreinsatz habe es sich um einen Kabelbrand gehandelt. Auch im Lebensmittelmarkt wollte von einer Spinnensuche niemand etwas wissen. „Es gab einen technischen Defekt“, so die einhellige Antwort.

Erst am späten Nachmittag bestätigte die Pressestelle des Unternehmens mit Sitz bei Regensburg die Angaben der Feuerwehr: „Eventuelle Unannehmlichkeiten für unsere Kunden vor Ort bedauern wir sehr.“

Eventuelle Unannehmlichkeiten für unsere Kunden vor Ort bedauern wir sehr.

Pressestelle von Netto

Zuletzt hatte es im Mai einen ähnlichen Vorfall in einem Discounter einer anderen Kette in Bochum gegeben. Auch dort hatte ein Mitarbeiter eine Spinne in einer Bananenkiste bemerkt. Das Tier war davongekrabbelt, und die Kammerjäger mussten den gesamten Supermarkt ausräuchern.

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