So., 25.04.2010

Kinderhaus Zuhörer packt das Gesangsfieber

Von Sarah Khalil

Münster-Kinderhaus - „17 Jahr, blondes Haar . . .“ Spätestens beim Medley aus Udo-Jürgens-Songs bekommen die Sänger von Voice´n´ Fun“ Verstärkung aus 120 Kehlen. Die Zuhörer im Bürgerhaus können gar nicht anders, als mitzusingen. Das Gesangsfieber hat sie gepackt.

Wer dachte, Blasmusik sei nur was für Schützenfeste und Bierzelte, den bekehrte die Bläservereinigung Albachten mit einem Potpourri aus Evergreens, modernen Popsongs und Schlagern eines Besseren. Zum zweiten Mal präsentierten sich die Musiker am Samstagabend unter dem Motto „Aprilfrisch“. Zusammen mit dem „singenden Schornsteinfeger“ Guido Rath und dem Kinderhauser Chor Voice´n´ Fun“ spielten sie Lieder, die auch den letzten Rest des Winters vertrieben. Solotenor Rath zeigte die immense Bandbreite seines Könnens, die von Peter-Maffay-Schlagern bis zu Opernarien reichte.

Und das Orchester überzeugte die Zuhörer aller Altersklassen von der Vielfalt der Blasmusik. Da klatschten die Kinder zum schwungvollen Medley aus Liedern des Dschungelbuchs und die Älteren genossen die imposanten Klänge von Conquest of Paradise. „Ich bin ganz begeistert vom Chor. Den habe ich heute zum ersten Mal gehört“, lobte Annette Poschert. Das harmonische Zusammenspiel aus Chor, Solisten und Orchester war nicht zuletzt dem Einsatz der Dirigenten Philip Watts (Orchester) und Carsten Jaehner (Chor) zu verdanken. So sprang Jaehner schon mal aufs Podest des Orchesterdirigenten, um den Einsatz zu geben oder unterstützte die Männerstimmen, indem er selbst mitsang.

Doch das Fest im Bürgerhaus bot nicht nur einen Ohrenschmaus. Auch zu sehen, zu schmecken und zu riechen gab es Frühlingshaftes. Das Team vom Wuddi hatte den Saal mit Blumen dekoriert und organisierte einen Getränke- und Snackverkauf.

An den Wänden hingen die überdimensionalen, knallbunten Nasen des münsterischen Künstlers Stefan Rosendahl. Der zeigte sich von der Kombi aus Musik und Kunst angetan: „Die Musik gefällt mir gut.“ Auf die Frage, ob nicht Ohren besser zu einem Konzert gepasst hätten, sagte Rosendahl: „Ich arbeite daran.“ Wenn die Form einmal stehe, sei eine Ohrendeko beim nächsten Konzert kein Problem.

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