So., 07.11.2010

Kinderhaus „Obolus“ - das soziale Kaufhaus

Viele ehrenamtliche Mitarbeiter arbeiten abwechselnd im neu eröffneten „Sozialen Kaufhaus“ im Einkaufszentrum am Idenbrockplatz. Foto: (rkr)
Von Reinhold Kringel

Münster-Kinderhaus - „Obolus“, das soziale Kaufhaus, ist eröffnet. Pfarrer Egbert Reers weihte den neuen Laden am Idenbrockplatz 5 a, in den Räumen der ehemaligen Eisdiele, ein. Unter der Leitung von Claudia Fürst und Eva Beetz führt ein Team von ehrenamtlichen Helfern das neue Geschäft, in dem gebrauchte Haushaltsgegenstände zu günstigen Preisen abgegeben werden.

Einkaufen kann dort aber nur, wer nach einer entsprechenden Prüfung der Bedürftigkeit einen Nutzerausweis, die so genannte Oboluskarte, erhalten hat. Die Prüfungen übernehmen die Kinderhauser Arbeitslosen-Initiative (KAI), das Sozialbüro, die Schuldnerberatung der Diakonie und das Begegnungszen­trum Sprickmannstraße. Diese Form sei notwendig, um die Gemeinnützigkeit des Angebots aufrecht zu erhalten, sagte die Vorsitzende des Caritasvorstandes, Prof. Dr. Ursula Tölle.

Aber es gibt nichts umsonst. Ein kleiner Obolus wird erhoben, die Kunden entscheiden, was sie haben möchten und zahlen dafür im Rahmen ihrer Möglichkeiten.

Zum Team der Mitarbeiter gehören auch die Mitglieder der Frauengruppe „Migrantinnen gestalten ihre Zukunft“, die bei KAI angebunden ist. „Diese Frauen bringen ihre Zeit, ihre Freundlichkeit und ihr Wissen ein, damit dieser Laden seinen Sinn erfüllt“, meinte Claudia Fürst, die als Sozialarbeiterin in der Erwachsenenqualifizierung tätig ist. Valbone Berisha aus dem Kosowo, Ülkü Daglar aus der Türkei und Fataneh Behroozi aus dem Iran sind Migrantinnen, die in dem Projekt mitarbeiten.

Auch die 79-jährige Lisa Janzing hilft im „Obolus“ mit. Es macht ihr Spaß, mit den Leuten ins Gespräch zu kommen und zu helfen. „Ich finde Erfüllung darin, den Menschen aus meinem Glauben heraus zu helfen, für mich ist das tätige Nächstenliebe“, meinte die aktive Seniorin mit einem Lächeln. „Man bekommt auch viel von den Menschen zurück, es ist ein Geben und Nehmen.“

Wer bei dem Projekt „soziales Kaufhaus“ mitmachen möchte, kann sich im Laden melden.

Die Öffnungszeiten sind dienstags von 16 bis 18 Uhr und donnerstags von 9.30 bis 11.30 Uhr.

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