Kinderhaus

Do., 08.09.2011

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Kajak fahren gehört zum Unterricht

<p/>Zwei Zwillingspärchen sind begeistert von Neuseeland: Anne (l.) und Britta (r.) Wasserloos sowie Katharina (2. v. l.) und Kristin Frank besuchten für ein halbes Jahr eine Schule im neuseeländischen Dunedin und lernten dort Land, Leute und den Alltag kennen. Am 19. September berichten sie darüber im Geschwister-Scholl-Gymnasium.Foto: (mfe)
Von Marion Fenner

Münster-Kinderhaus - Ein halbes Jahr haben die Zwillingspärchen Katharina und Kristin Frank aus Ahlen sowie Britta und Anne Wasserloos vom Paulinum in Dunedin (Neuseeland) verbracht. Die 15-jährigen Mädchen haben das zweite Halbjahr der neunten Klasse genutzt, Auslandserfahrung am anderen Ende der Welt zu sammeln. Nun sind sie zurück und berichten am Geschwister-Scholl-Gymnasium von ihren Erfahrungen.

Land und Leute haben sie kennengelernt, dort die Schule besucht, neue Freunde gefunden, ihre Englischkenntnisse verbessert und sind selbstständiger geworden. Und die Gasteltern bei denen sie gelebt haben, sind zu einer zweiten Familie geworden. Vermittelt hatte diesen Aufenthalt Hermann Olberding, Lehrer am Geschwister-Scholl-Gymnasium. Die Eltern der beiden Zwillingspärchen hatten durch einen Zeitungsartikel in den Westfälischen Nachrichten davon erfahren, dass Olberding den Kontakt nach Neuseeland vermittelt. Ohne Organisation, direkt zu den Schulen.

Und auch die Gymnasiastinnen waren von der Idee begeistert, in einem Land mit atemberaubender Natur und vielen Schafen den Alltag zu erleben. „Die Schulen in Neuseeland sind auf ausländische Gäste hervorragend vorbereitet“, betont Olberding. „Sie haben Lehrer, die sich ausschließlich um die Schüler aus aller Welt kümmern“, erklärt Olberding. „Sie vermitteln die Jugendlichen auch in die Gastfamilien, die sie persönlich kennen.“

Diese umfassende Betreuung haben die Zwillinge sehr geschätzt. „Es war eine rundum tolle Zeit“, sagt Katharina Frank. Gut fanden sie unter anderem, dass die Geschwister getrennt in verschiedenen Familien untergebracht waren. „Das war eine schöne Erfahrung“, berichtet Britta Wasserloos. Das internationale Flair an der St. Hilda´s Collegiate School haben alle genossen und Freundschaften mit Gleichaltrigen aus Neuseeland, aber auch aus asiatischen Ländern geschlossen. Im Unterricht, der völlig anders strukturiert sei als hierzulande, seien sie gut mitgekommen, berichten die Geschwisterpaare. Ungewöhnliche Fächer konnten sie wählen, wie Drama oder Outdoor Education, zu dem Klettern und Kajak fahren gehörten. Angetan waren die Mädchen auch von der Lebensart der „Kiwis“. „Ihre Lässigkeit steckt an“, erzählt Britta Wasserloos. Ein Höhepunkt der Schulzeit sei der tolle Abschlussball gewesen. „So etwas gibt es bei uns nicht“, sagt Kristin Frank.

Mehr von ihren Erlebnissen erzählen die beiden Zwillingspaare am 19. September ab 19 Uhr bei einer Informationsveranstaltung in der Mensa des Geschwister-Scholl-Gymnasiums. Erwartet werden auch Direktoren der neuseeländischen Schulen. Eine Stunde vorher treffen sich ehemalige „Kiwischüler“ zum Erfahrungsaustausch.


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