Zwei Ketten und ein neuer Orden
Wolfgang Liedtke von der St.-Josef-Schützenbruderschaft ist neuer Bundesschützenkönig

Münster-Kinderhaus -

„Ja, das hatte was.“ So fasst Wolfgang Liedkte, König der Schützenbruderschaft St.- Josef und seit dem Wochenende auch Bundeskönig, die Ereignisse der vergangenen Tage zusammen. Als amtierender Bezirkskönig – diesen Titel hatte er sich vor einigen Wochen in Harsewinkel geholt – war er teilnahmeberechtigt beim Bundeskönig­schießen in Hürth.

Montag, 17.09.2012, 21:09 Uhr

Zwei Ketten und ein neuer Orden : Wolfgang Liedtke von der St.-Josef-Schützenbruderschaft ist neuer Bundesschützenkönig
Neuer Bundesschützenkönig ist Wolfgang Liedtke von der Schützenbruderschaft St. Josef. Er holte am Wochenende in Hürth den Titel nach Kinderhaus. Foto: Tobias Herbst

Rund 35 Schützenbrüder und -schwestern begleiteten ihre Majestät zu diesem besonderen Wettbewerb. „Unser König holte den Titel zum ersten Mal nach Westfalen“, berichtete der Pressesprecher der St.-Josef-Bruderschaft, Andreas Siepmann . „Dass ich dort gewinne, damit habe ich nicht gerechnet“, gibt Liedtke unumwunden zu. Er habe zwar vorher im Vorfeld ein paar Mal auf dem Schießstand geübt, aber von seiner Treffsicherheit sei er nicht wirklich überzeugt gewesen. „Da war schon eine große Portion Glück mit im Spiel.“ Mit 28 von 30 möglichen Ringen habe sich Liedtke in Hürth gegen insgesamt 106 amtierende Schützenkönige aus den Bistümern Aachen, Trier, Münster, Essen und Paderborn durchgesetzt“, erklärte Siepmann. „Das Gefühl gibt es nur einmal im Leben“, sagt Wolfgang Liedtke. Denn egal wie oft Liedtke Schützenkönig werden sollte, am Bundeskönigschießen darf jeder nur ein einziges Mal teilnehmen. Es sei ein erhebendes Gefühl gewesen, bei diesem großen Schützenfest als König vor großer Kulisse ausgezeichnet zu werden, berichtet die frisch gebackene Majestät. Die Proklamation übernahm Bundespräses Weihbischof Heiner Koch im Alt-Hürther Stadion. Und den Umzug am Sonntag mit insgesamt rund 20 000 Schützen, den die Mitglieder der St.-Josef-Bruderschaft anführen durften, und bei dem er in einer Kutsche mitfuhr, werde er nie mehr vergessen. „Das war schon beeindruckend, was so ein kleiner Ort auf die Beine gestellt hat.“ Das Wetter habe sein Übrig es dazu gegeben. „Kaiserwetter für die Könige“, habe das jemand genannt. Auf Liedtke und seine Königin, zu der er seine Frau Annette kürte, kommen nun ein paar mehr Pflichttermine zu, als die, die er als König der Schützenbruderschaft St. Josef ohnehin schon hätte. In zwei Wochen steht zunächst ein Empfang im Rathaus an. Bei allen offiziellen Terminen muss der Bundeskönig neben seiner normalen Königskette immer auch die 4,8 Kilogramm schwere Bundeskönigskette tragen. Daneben ziert ein zusätzlicher Orden seine Uniform. Und seine Heimatbruderschaft hat die Verpflichtung, zu allen Terminen neben der Vereinsstandarte die Bundesstandarte mitzubringen. „Wir werden mehr Fahnenträger benötigen“, ist sich Siepmann sicher. Auf die neue Aufgabe freut sich der Doppelkönig: „Wer teilnimmt, muss damit rechnen, dass es klappt. Es wird sicher eine schöne und unvergessliche Zeit.“

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