Di., 27.11.2012

Ein Stadtteil wird zum TV-Star Jugendliche aus Kinderhaus gestalten Kurzfilm beim Projekt der Filmwerkstatt

Ein Stadtteil wird zum TV-Star : Jugendliche aus Kinderhaus gestalten Kurzfilm beim Projekt der Filmwerkstatt

„Unser Ort“, das ist Kinderhaus.  Der Kurzfilm der Jugendlichen über ihren Stadtteil ist noch in der Mache. Vor dem Filmen und Schneiden steht noch das Drehbuch aus. Foto: jvg

Münster-Kinderhaus - 

„Unser Ort“ flimmert noch als Platzhalter über den Bildschirm. „Mein Kinderhaus“ wird am Ende dort stehen. Rund zehn Jugendliche machen den Stadtteil Kinderhaus in nur drei Tagen zum echten Filmstar. So lange läuft das Projekt „Filmlabor“ der Filmwerkstatt im Jugendsalon Sprickmannplatz.

Von Jennifer Glahn

Kinder und junge Erwachsene mit und ohne Migrationshintergrund drehen mit echten Filmkameras Szenen und Stücke aus ihrem Stadtteil – und vor allem aus ihrer ganz persönlichen Sicht. „Wir wollen den Jugendlichen Raum geben, sich zu präsentieren und die Inhalte frei zu gestalten“, sagt Janine Bock , hauptamtliche Mitarbeiterin im Jugendsalon . Medientrainer des TV-Lernsenders NRWision und Projektbetreuer der Filmwerkstatt unterstützen die Nachwuchsregisseure bei ihrer Arbeit und erklären die Grundtechniken einer TV-Produktion. Die jungen Teilnehmer lernen neben dem Umgang mit Kameras und Mikrofonen vor allem die Arbeit am Computer, um die selbst gedrehten Bilder auch selbst zu schneiden und zu vertonen. Dafür sollen die Filmreporter auch eigene Texte schreiben und anschließend einsprechen. Wie das Ganze funktioniert, erklärt der Medientrainer Patrick Ubachs , ausgebildeter Mediengestalter in Bild und Ton, den Teilnehmern Stück für Stück. Anfangs scheint die ganze Technik noch sehr beeindruckend, aber nach und nach entwickeln die Regisseure ein Gefühl für Kamera, Einstellungen und gute Bilder. „Wir wollen so auch die Medienkompetenz der jungen Erwachsenen fördern“, erklärt Janine Bock den pädagogischen Hintergrund des Fernseh-Schnupperkurses. Was die Jugendlichen am Ende zeigen wollen, welche Themen sie vorstellen möchten, und vor allem welche Bilder sie dabei transportieren wollen, bleibt komplett der Kreativität der jungen TV-Produzenten überlassen. „Vor allem Jugendliche mit Migrationshintergrund sollen so die Möglichkeit bekommen, für sich selbst zu sprechen“, erläutert Bock. Das filmische Ergebnis wird auf der Senderplattform im Internet gezeigt und in Stadtteil-Jugendzentren präsentiert. Im Kinderhauser Jugendsalon am Sprickmannplatz sollen die Kurzfilme am 13. Dezember vorgeführt werden.

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