So., 28.04.2013

Museum mit neuem Konzept Neueröffnung mit Informationen über die Krankheit Lepra am 7. September

Sie erinnern an die Krankheit Lepra (v.l.): Dr. Kirsten Bernhardt (stellv. Vorsitzende), Dr. Ralf Klötzer (Vorsitzender), Sabina Ruwe, Bettina Knust, Franjo Luigs, Dr. Diederich Winterhoff und Helga Brömmelhaus.

Sie erinnern an die Krankheit Lepra (v.l.): Dr. Kirsten Bernhardt (stellv. Vorsitzende), Dr. Ralf Klötzer (Vorsitzender), Sabina Ruwe, Bettina Knust, Franjo Luigs, Dr. Diederich Winterhoff und Helga Brömmelhaus. Foto: rkr

Münster-Kinderhaus - 

Die Gesellschaft für Leprakunde hielt ihre 38. Mitgliederversammlung im Heimatmuseum ab. Das angrenzende Lepramuseum wird zurzeit renoviert. 40 000 Euro will der Verein investieren, um das Museum auf den neusten Stand zu bringen.

Von Reinhold Kringel

Dr. Ralf Klötzer und Sabina Ruwe haben ein Konzept erarbeitet, das den Besuchern die schreckliche Krankheit vor Augen führen soll. Dabei soll eine Brücke von der Vergangenheit in die Gegenwart geschlagen werden, denn Lepra ist in Indien und Brasilien noch heute eine ernsthafte Bedrohung für Slumbewohner.

In Europa ist die Krankheit dank wirksamer Behandlungsmethoden und Immunisierung der Bevölkerung weitgehend ausgerottet. Im Mittelalter sah das anders aus. 1333 wurde das Leprosenhaus in Kinderhaus erstmalig urkundlich erwähnt. Wer damals diese Krankheit bekam, der hatte ein schweres Schicksal zu tragen.

Ein Zeugnis davon sind die Briefe des Münsteraners Jost Herdes, in denen er um Aufnahme ins Leprosenhaus bittet. Die Briefe sind heute im Besitz des Museums.

„Das neue Ausstellungskonzept ist fertig und wird in den nächsten Wochen realisiert“, verkündete Vorsitzender Dr. Ralf Klötzer den 18 anwesenden Vereinsmitgliedern. Der Verein hat inzwischen 95 Mitglieder, die in ganz Deutschland tätig sind.

„Das alte Konzept hatte 25 Jahre Bestand“, sagte Gründungsmitglied Dr. Diederich Winterhoff, „ich hoffe, dass das neue Konzept genauso lange gültig ist“.

„Ich bin es als Historiker gewohnt, in Jahrzehnten zu denken“, antwortete Dr. Klötzer und brachte alle zum Schmunzeln, „aber morgen früh ist erst mal Gartenarbeit rund ums Haus angesagt, und ich bitte die Mitglieder zu erscheinen.“

Am 7. September wird die Neueröffnung des Lepramuseums gefeiert. Eine Besonderheit: An diesem Tag fallen passenderweise die „Lange Nacht der Museen“ und „Der Tag des Denkmals“ auf das selbe Datum.

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