Fr., 21.04.2017

Osterferien bei Westfalia Trainieren wie die Profis

Im „Soccer-Käfig“ trainierten die Jungen und Mädchen abwechselnd. Auf dem Rasen gab es viele spannende Duelle. Alle Kinder bekamen für die „Fußball-Ferien-Freizeit“ sogar ein eigenes Trikot.

Im „Soccer-Käfig“ trainierten die Jungen und Mädchen abwechselnd. Auf dem Rasen gab es viele spannende Duelle. Alle Kinder bekamen für die „Fußball-Ferien-Freizeit“ sogar ein eigenes Trikot.

Münster-Kinderhaus - 

Einmal so trainieren wie echte Profis: Bei Westfalia Kinderhaus fand in dieser Woche wieder die „Ferien-Fußball-Freizeit“ statt. Auf dem Grün gab es viele heiße Duelle.

Von Andreas Hasenkamp

Der dritte Tag sei der härteste für die Kinder, sagt Anja Thiel: Aber die Sonne scheint, und die 116 Kinder im Alter von sechs bis 13 Jahren scheinen guter Laune zu sein bei der „Ferien-Fußball-Freizeit“ des SC Westfalia Kinderhaus.

„Laufen, dribbeln, passen“, aber auch Spiele und Turniere stünden auf dem Programm – also das, was man auch im Training in seiner D1 mache, berichtet der 13-jährige Timo Dost. Er sei wegen seines Alters zum letzten Mal dabei. „Ey, wir sind Lotte!“, ruft er bei der Zuteilung der Spieler zu den Mannschaften. In seiner Trainingsgruppe seien mehrere dabei, die sonst nicht in einem Verein spielen. „Sie können gut mithalten“, sagt er: „Sie spielen sonst privat auf einem Bolzplatz.“

Sie lernen hier mehr als im Training der U 11-Mädchen, meint Leonie Feder­henn. Sie hätten das Spiel eins gegen eins trainiert, nicht zuletzt im „Soccer-Käfig“. Die Hüpfburg wurde für Flug-Kopfbälle genutzt.

Es ist bereits die 16. Auflage der Veranstaltung, erklärt Trainerin Anja Thiel. Die Ferienfreizeit sei ständig gewachsen. In diesem Jahr habe man nun einen neuen Rekord geschafft – mit 116 Kindern. „Damit stoßen wir aber auch an unsere Grenzen“, erklärt Thiel. Zu Beginn waren nur wenige Mädchen dabei, inzwischen stellen sie ein Drittel der Kicker. Unter den 14 ehrenamtlichen Trainern, alle aus dem Verein, sind vier Frauen.

Einer der Trainer ist der 17-jährige Jure Soce. In der Freizeit trainiere man auf Leistung, aber weniger als im normalen Training, „mehr auf Spaß“. Auch er hat in seiner Gruppe mehrere Externe, die er nicht aus dem normalen Training kennt. Seine Spieler seien „schon sehr diszipliniert“, mit den anderen sei es etwas anstrengender. Da werde schon mal über die Mannschaft oder die Übung geklagt.

Die Hütchen und Stangen werden weggeräumt, dann beginnen die Spiele des „ DFB-Pokals“. Bei der Vielzahl der Mannschaften hilft eine Vielzahl von Trikot-Farben: „Was sind denn das für Namen?“, ruft ein Mädchen, als sie die liest: „Tippex-Weiß“, „Kugelschreiberblau“, „Müllabfuhrorange“ oder „Sonnengelb“.

Am Rand des größeren der zwei Kunstrasenplätze steht ein Helfer und schnippelt noch eine Möhre in die Schale mit Rohkost; auf einem Tisch stehen Dutzende Trinkflaschen. Etliche Kinder sind mit Mütze oder Handschuhen unterwegs – morgens ist es ziemlich kalt. Am ersten Tag habe es dreimal gehagelt, erzählt Anja Thiel, da habe man sich kurz in den Kabinen untergestellt. Die Kälte beeindrucke die Kinder nicht, „die wollen hier spielen“.

Am Freitag, dem vierten und letzten Tag, stehen noch die „Weltmeisterschaft“ an und auch die „ Champions League“. Heiße Duelle gibt es auf dem Rasen – die Sieger werden schließlich mit Pokalen belohnt.

Leserkommentare

Google-Anzeigen

karriere.ms Anzeigen

Ihr Jobportal für unbefristete und befristete Stellenangebote aus dem Münsterland

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4781704?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F139%2F4848143%2F4894309%2F