Mo., 26.10.2015

Schüler des Geschwister-Scholl-Gymnasiums gestalten Ideen für das Zentrum am Idenbrockplatz Ein Tatort und Brücken für Nationen

„Ideen ins Zentrum“ wollen Kunstlehrer Jürgen Lemke (oben l.) und Ralf Cyrus (oben 2.v.r.), Leiter des Geschwister-Scholl-Gymnasiums, mit ihren Schülern bringen. Eine Idee war das Transparent „Brücken bauen zwischen den Nationen“. Johanna Lippmann (kl. Foto l.) und Sara Temme hatten einen Tatort auf den Idenbrockplatz gemalt. Fotos: sn

„Ideen ins Zentrum“ wollen Kunstlehrer Jürgen Lemke (oben l.) und Ralf Cyrus (oben 2.v.r.), Leiter des Geschwister-Scholl-Gymnasiums, mit ihren Schülern bringen. Eine Idee war das Transparent „Brücken bauen zwischen den Nationen“. Johanna Lippmann (kl. Foto l.) und Sara Temme hatten einen Tatort auf den Idenbrockplatz gemalt. Fotos: sn Foto: sn

Münster-Kinderhaus - 

Schüler des Geschwister-Scholl-Gymnasiums beschäftigen sich zurzeit mit dem Thema „Raum“. Im Unterricht haben sie Ideen für eine Gestaltung des Zentrums entwickelt, die sie jetzt vor Ort präsentierten.

Von Sigmund Natschke

In der Mitte des Idenbrockplatzes war der Tatort nachgezeichnet. Welches Verbrechen war hier passiert? Das wollten die Schüler des Geschwister-Scholl-Gymnasiums am Samstag von den Kinderhausern wissen. Die Jugendlichen blieben erst einmal stehen, überlegten eine Weile und diskutierten. Genau das war gewollt. Den Tatort hatten die Schüler selbst erdacht. Sie wollen „Ideen ins Zentrum“ bringen.

„Wir möchten, dass sich die Schüler mit dem Thema ,Raum´ beschäftigen“, erklärte Jürgen Lemke , Lehrer im Kunst-Unterricht des Geschwister-Scholl-Gymnasiums. Sechs Wochen hatten Schüler aus den 8. und 9. Klassen überlegt, was alles im Zentrum möglich wäre.

„Was wäre wenn“, das sei die Frage der Schüler gewesen, erklärt Lemke. Dazu gehörten nicht nur Szenarien wie der „Tatort“. Auch ganz praktische Tipps zur Verschönerung und Verbesserung des Zentrums gab es. 45 digitale Bilder in den Schaufenstern der Geschäfte informieren nun über die Ergebnisse. „Ganz konkret“ seien die, meinte Lemke. Und einfach zu realisieren obendrein.

So stellen sich die Schüler vor, die Stein-Bänke vor der Markus-Kirche mit Kissen zu versehen. Oder den Bronzebrunnen abzubauen und mit Ziersteinen zu verschönern. Die Jungen und Mädchen gingen ganz unbefangen an die Aufgabenstellung heran. „Kunst für Kinderhaus“ solle es sein, meinte Ralf Cyrus , der Rektor des Geschwister-Scholl-Gymnasiums.

Zum Nachdenken war es. Wie ein roter Faden zieht sich durch die Vorschläge und Aktionen der Schüler der Aufruf zu mehr Engagement und Zivilcourage. Eine Idee sieht vor, dass am Bürgerhaus der Schriftzug „Jetzt werde ich etwas tun“ aufleuchtet. Mit Schablone und weißer Kreide brachten die Jugendlichen zudem das Symbol der Weißen Rose an verschiedenen Stellen im Zentrum an. Dann waren da noch Schülerinnen im weißen Maler-Outfit zu sehen: „Wir gehen an die verschiedenen Enden des Zentrums und wollen sehen, ob wir die Mitte finden“, sagte Carolin Wedekind aus der 8b.

Sehr aktuell wurde es bei der Idee „Brücken bauen zwischen den Nationen“ von der Achtklässlerin Lilli Zorn. Passend zur Flüchtlingsdiskussion porträtierte sie Mitschüler. „Viele von uns haben einen Migrationshintergrund. Wir halten alle zusammen“, erklärte Lilli.

So waren die Ideen der Jungen und Mädchen nicht nur baulicher, sondern vor allem menschlicher Natur. Auch Vertreter der Politik könnten sie sich einmal anschauen, so Jürgen Lemke. Die digitalen Bilder in den Schaufenstern der Geschäfte seien noch eineinhalb Monate zu sehen, so der Kunstlehrer.

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