Mi., 24.02.2016

Geschwister-Scholl-Gymnasium darf weiterhin das G9-Modell anbieten In 13 Jahren zum Abitur

Mehr Zeit für Projekte und außerschulische Aktivitäten: Am Geschwister-Scholl-Gymnasium sollen Mittel- und Oberstufe weiterhin neun Jahre dauern.

Mehr Zeit für Projekte und außerschulische Aktivitäten: Am Geschwister-Scholl-Gymnasium sollen Mittel- und Oberstufe weiterhin neun Jahre dauern. Foto: kaj

Münster-Kinderhaus - 

Mehr Zeit zum Lernen, aber auch für Freizeitaktivitäten: Am Kinderhauser Geschwister-Scholl-Gymnasium soll der Schulversuch „Abitur nach 12 oder 13 Jahren“ für drei weitere Jahre fortgesetzt werden. Dort haben die Schüler neun Jahre nach der Grundschule Zeit bis zum Abitur.

Von Marion Fenner

Am Geschwister-Scholl-Gymnasium sollen Schüler auch weiterhin ein Jahr länger Zeit haben, bis sie ihr Abitur machen. Der Schulausschuss der Stadt Münster stimmte jetzt einer Verlängerung der Teilnahme an dem Schulversuch des Ministeriums für Schule und Weiterbildung in Nordrhein-Westfalen „Abitur nach zwölf oder 13 Jahren“ zu. Drei weitere Jahre darf danach das Kinderhauser Gymnasium zunächst noch den etwas längeren Weg bis zum Schulabschluss ermöglichen. Die Lehrerkonferenz hat bereits Anfang Dezember der Verlängerung zugestimmt. Auch das Votum der Schulkonferenz zu diesem Thema war einstimmig.

Das Geschwister-Scholl-Gymnasium ist die einzige Schule im Umkreis, die dieses Modell anbietet. In NRW gibt es insgesamt elf Schulen, die an diesem Versuch teilnehmen. Nur an Gesamtschulen gibt es ebenfalls die Möglichkeit, nach 13 Schuljahren das Abitur zu machen.

Dr. Walter Brinkmann, stellvertretender Schulleiter am Geschwister-Scholl-Gymnasium, freut sich darüber, dass die Zeichen positiv sind, dass es mit G9 (neun Jahre auf dem Gymnasium bis zum Abitur) weitergeht. Der Beschlussvorlage müssen noch der Haupt- und Finanzausschuss, der Rat und auch die Bezirksvertretung Münster-Nord zustimmen. Doch mit Gegenwind aus der Politik ist bei diesen Plänen nicht zu rechnen.

Brinkmann ist von dem G9-Modell überzeugt. Die Schüler hätten einfach mehr Zeit zum Lernen aber auch für außerschulische Aktivitäten. „Die Inhalte der Fächer ändern sich nicht, aber es bleibt mehr Zeit sie zu vertiefen.“ Außerdem könne die Schule mehr Bereiche anbieten, in denen sich die Mädchen und Jungen weiterbilden könnten. So werde bereits in der Mittelstufe das Fach Informatik für alle Schüler angeboten. Ebenso bleibe Raum für zusätzliche Projekte, gerade sei ein Sozialprojekt neu eingerichtet worden. Auch ein Auslandsaufenthalt während der Schulzeit lasse sich leichter einrichten.

Der Schulversuch werde wissenschaftlich von der Ruhr-Universität Bochum begleitet, berichtet Brinkmann. Beim Vergleich von G8- und G9-Schülern sei unter anderem herausgekommen, dass G9-Schüler deutlich mehr Freizeitaktivitäten – wie Sport und Musik – wahrnähmen.

Ein weiteres Argument, das Brinkmann am G9-Modell überzeugt, ist, dass junge Menschen nach 13 Jahren Schulzeit deutlich reifer seien und so leichter in ein Studium oder das Berufsleben einsteigen könnten. „Studien haben ergeben, dass viele Jugendliche nach nur zwölf Jahren Schulzeit gerne ein Jahr Auszeit nehmen für soziales Engagement oder einen Auslandsaufenthalt, um sich zu orientieren.“ Das Argument, mit dem G8-Modell eher ins Berufsleben starten zu können, sei deshalb seiner Ansicht nicht ausschlaggebend für die Wahl der Schule.

Der Einzugsbereich des scholl-Gymnasiums ist durch die Entscheidung im Jahr 2010 zu G9 zu wechseln, ein wenig größer geworden. „Die meisten Schüler kommen immer noch aus Kinderhaus, Coerde oder Sprakel“, sagt Brinkmann. Aber auch aus der Innenstadt, Nienberge oder einigen umliegenden Gemeinden kämen Anmeldungen. „Leider ist es für diese Schüler nicht immer ganz einfach, das Gymnasium zu erreichen“. bedauert Brinkmann. Die Busverbindungen für Schüler nach Kinderhaus seien dafür nicht ausgerichtet. „Das Argument, dass das Gymnasium in Kinderhaus, das einzige sei, das noch G9 anbietet, reicht leider nicht, einen Anspruch auf eine Beförderung des Kindes zu einer weiter entfernten Schule zu erhalten.“ Doch Brinkmann verspricht: „An der Lösung dieses Problems arbeiten wir aber.“

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