Di., 01.03.2016

Hochwasserschutz für die Zukunft Hochwasserschutz für Kinderhaus

Alles unter Wasser: So etwas möchte in Kinderhaus niemand je wieder sehen.

Alles unter Wasser: So etwas möchte in Kinderhaus niemand je wieder sehen. Foto: Oliver Werner

Münster-Kinderhaus - 

Das Tiefbauamt arbeitet mit einem Arbeitskreis aus Betroffenen, Gutachter, Verwaltung und Politik das Unwetter-Gutachten auf. Daraus ergeben sich Vorschläge zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit des Kanalnetzes.

Von Katrin Jünemann

Die Aufarbeitung des Jahrhundert-Unwetters geht weiter. Fast zwei Jahre nach der Regenkatastrophe, die viele Kinderhauser Familien ins Unglück stürzte, hat am Montagabend jetzt im Stadthaus III ein Arbeitskreis getagt. Verwaltung, Gutachter, 13 Anlieger aus unterschiedlichen Interessengruppen und drei Bezirksvertreter, so Tiefbauamtsleiter Michael Grimm, kamen zusammen. Ingenieur Dr. Holger Hoppe von der Dr. Pecher AG stellte das Gutachten vor.

Wie Michael Grimm erläuterte, gibt es in der Prioritätsstufe eins in den Jahren 2017 bis 2019 insgesamt sechs Maßnahmen mit einem Gesamtvolumen von 2,14 Millionen Euro, weitere in einem Umfang von 4,66 Millionen Euro in Prioritätsstufe zwei.

Zu diesem Maßnahmen gehört unter anderem der Einbau eines automatischen Rechens am Einlaufgitter des Igelbachs an der Gasselstiege: Das werde ein Bauwerk mit drei Metern Höhe und sechs Metern Breite, kündigte Grimm an. Unübersehbar also. Als zusätzliche Sicherheit werde ein Notüberlauf gebaut.

Die anderen Maßnahmen betreffen Erneuerungen von Teilstücken am Kanalnetz von Ohmweg, Guerickeweg, Wilkinghege, Westhoffstraße, Eimermachweg, Idenbrockweg, Adolf-Reichwein-Straße, Keplerweg, Neuem Heidkamp und Erlenkamp. Bei diesen Maßnahmen gehe es darum, das Netz leistungsfähiger zu machen, so Grimm, zum Beispiel indem der Durchmesser der Kanäle erweitert werde.

Selbst wenn alles gemacht sei, absolute Sicherheit vor einer Naturkatastrophe, wie Münster sie erlebt habe, werde es nicht geben können, sagte Grimm.

Aus Sicht der Bürgerinitiative sei es eine rundum gelungene Veranstaltung in einer angenehmen Gesprächsatmosphäre gewesen, heißt es seitens der Bürgerinitiative.

Die BI Igelbach habe mit Hilfe einer Bild- und Videopräsentation gezeigt, dass die Maßnahmen bei einem erneuten Starkregenereignis nicht ausreichen würden, um Schäden im bekannten Ausmaß zu verhindern.

Deswegen habe die Bürgerinitiative Igelbach eine Lösung erarbeitet, die das Kanalsystem vor einer Überlastung bei Starkregen-Ereignissen zukünftig schützen werde. Wie diese Lösung aussehen könne, solle dem Tiefbauamt beim nächsten Arbeitsgespräch im April vorgestellt werden.

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