Fr., 02.12.2016

Neue Ausstellungsreihe in Kinderhaus Potenzial für viele Facetten der Kunst

Mit Arbeiten von Marco Tammen wird das Ausstellungsformat „Potenziale“ am 13. Februar im Bürgerhaus eröffnet. Er verwendet analoge Fotografien für seine Collagen.

Mit Arbeiten von Marco Tammen wird das Ausstellungsformat „Potenziale“ am 13. Februar im Bürgerhaus eröffnet. Er verwendet analoge Fotografien für seine Collagen.

Münster-Kinderhaus - 

Ausstellungen erlangen künftig im Bürgerhaus eine größere Bedeutung. Geplant ist eine neue Reihe: Sie soll bürgernah, künstlerisch anspruchsvoll und interessant sein. Dafür wird es vier unterschiedlichen Formate geben.

Von Katrin Jünemann

Candia Neumann hat sie erarbeitet: Konzeptplanung, Organisation und Verwaltung von kulturellen Veranstaltungen ist ihre Aufgabe im „Kap.8“ (Kultur und Kontakt am Idenbrockplatz 8) im Bürgerhaus.

Das Bürgerhaus bietet jetzt mehr Platz für Kunst: Im Kontext der Hochwasser-Sanierung sind jene Fenster verschwunden sind, die früher den Blick ins Hallenbad ermöglichten. Statt dessen gibt es jetzt insgesamt 45 Meter einheitlich weiße Wände mit Luft nach oben. Zudem ein Galeriesystem, das die Hängung erleichtert, und neue Lampen zur Ausleuchtung von Exponaten.

Schon im Februar startet die erste Ausstellungsreihe: „Potenziale“ ist Name und Programm. Jungen, ausgebildeten Künstlerinnen und Künstlern, Grafikern sowie Kunstschaffenden mit Ambitionen und Potenzial soll es ein ansprechendes Ausstellungsformat bieten. Das Angebot „Potenziale“ wird ebenso wie alle anderen kuratiert, also vom „Kap.8“ begleitet und betreut. Es bietet Raum für Einzelausstellungen, Bewerbungen sind das ganze Jahr über möglich.

Erster Künstler, der seine Arbeiten dort vom 13. Februar (Eröffnung ist um 19.30 Uhr) bis zum 24. März präsentiert, ist Marco Tammen. Er verwende analoge Fotografien aus alten Zeitschriften, um reduzierte Collagen in warmen und satten Farben zu schaffen. Dabei nutze er bevorzugt perspektivische Verschiebungen und die Verkehrung von Größenverhältnissen, um Irritationen auszulösen, heißt es in der Ankündigung.

Die „Open Wall“ oder den „Kinderhauser Salon“ soll es künftig einmal jährlich geben. Dieses Format richtet sich an Laien- und Profikünstler, die ihre Werke aus den Bereichen Malerei und Grafik (Zeichnung, Druck und Fotografie) in einer Gruppenausstellung präsentieren. Bewerbungen sind bis zum 15. März beim „Kap.8“ im Bürgerhaus möglich. Eine Jury aus Fachleuten und Kinderhauser Bürgern werde die Arbeiten auswählen, erläuterte „Kap.8“-Leiterin Ute Behrens-Porzky. Die Ausstellung soll zum Tanz in den Mai am 30. April eröffnet werden.

„Wir hoffen, dass bis zum Sommer die Ateliers im Bürgerhaus fertig sind“, sagte Behrens-Porzky. Denn sie werden für das dritte Format, „Art des Hauses“, gebraucht. Dort sollen Workshops, wahrscheinlich gegen Ende der Sommerferien, mit Künstlern angeboten werden, die ebenfalls in eine Ausstellung münden.

An Künstler mit professionellem Anspruch wendet sich das Format „Kunst mit scharfem Blick“. Für sie soll der Stadtteil Kinderhaus „ein besonderes Forschungsfeld“ sein, so Candia Neumann. Bewerbungen sind ganzjährig möglich. Für die Entwicklung der Arbeiten stehen den Künstlern die Ateliers, Räume des Kap.8 mit ihren Bühnen und Technik zur Verfügung.

„Es ist ein anspruchsvolles Experiment“, sagt Ute Behrens-Porzky. „Aber es ist auch unsere Aufgabe, professionelle Kunst anzubieten.“

Zum Thema

Nähere Infos unter ' 492 41 51, buergerhaus-kinderhaus.de, NeumannC@stadt-muenster.de.

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